GROUP7 setzt beim neuem Logistikzentrum «Schwaig 2» auf die Zukunft mit energieflexibler Hallenheizung
Ludwigshafen, 22.01.2026 (PresseBox) - DGNB-Gold-zertifizierter Neubau setzt Maßstäbe für nachhaltige Premium-Logistik – Innovative Fair.AIdH-Technologie FUTURA kombiniert Strom, Gas und perspektivisch Wasserstoff
- Warum klassische Wärmepumpenlösungen für GROUP7 keine Option waren
- Wie Energieflexibilität zum strategischen Vorteil wird
- Welche Rolle KI, PV und digitales Energiemanagement spielen
- Und welche Effizienzwerte die Vergleichsberechnung zeigt
Auf einer Gesamtfläche von über 100.000 Quadratmetern vereint der Standort unter anderem eine 60.000 Quadratmeter große Logistikhallenfläche mit rund 13 Metern Raumhöhe. Eine der größten technischen Herausforderungen des Neubaus lag in der Entwicklung eines Heizkonzepts, das den enormen Luftraum, die 82 Hallentore sowie den hohen Anspruch an Wirtschaftlichkeit, Komfort und Nachhaltigkeit gleichermaßen erfüllt.
Neue Rahmenbedingungen erfordern neue Lösungen
Die ursprüngliche Planung sah den Einsatz klassischer gasbetriebener Dunkelstrahler vor – eine bewährte Technologie in der Hallenlogistik. Doch die veränderte Energieversorgungslage machte diesen Ansatz kurzfristig obsolet. In der Folge prüfte GROUP7 mehrere alternative Heizkonzepte intensiv.
Drei Varianten – und viele Ausschlusskriterien
GROUP7 prüfte mehrere Heizvarianten, darunter Wärmepumpen mit Fußbodenheizung sowie Luftheizungen mit Decken-Weitwurfdüsen. Beide Lösungen wurden verworfen, unter anderem wegen mangelnden thermischen Komforts, Staubaufwirbelung und eingeschränkter Flexibilität bei der Hallennutzung. Auch hybride Konzepte aus Gas- und Elektrostrahlern überzeugten nicht, da Installations- und Wartungsaufwand sowie die Wärmeverteilung ungünstig gewesen wären.
Die Entscheidung für FUTURA: Energieflexibel, effizient, zukunftssicher
Die Entscheidung fiel schließlich auf die Fair.AIdH-Technologie FUTURA, ein mehrfach ausgezeichnetes, energieflexibles Infrarot-Heizsystem. FUTURA vereint die Vorteile klassischer Dunkelstrahler mit einem innovativen Multi-Energie-Ansatz: Das System kann flexibel mit Strom, Gas und perspektivisch auch Wasserstoff betrieben werden – in einem einzigen Gerät.
„Wir haben festgestellt, dass FUTURA für uns einfach die von der Nutzung her perfekte Lösung ist“, sagt Daniel Jocher. „Wir benötigen Gas als Redundanzmedium, um Dunkelflauten oder Ausnahmesituationen abzudecken. Gleichzeitig wollen wir im Regelbetrieb möglichst viel eigenen, günstigen PV-Strom nutzen.“
Ein weiterer Pluspunkt: FUTURA ist bereits heute auf den zukünftigen Einsatz von Wasserstoff vorbereitet – ein entscheidendes Kriterium für GROUP7 mit Blick auf langfristige Investitions- und Planungssicherheit. „Da ist eine wirklich überzeugende Kombination entstanden, weil alle drei Energieträger in einem System vereint sind.“
Betriebssicherheit und Zonenheizung als zentrale Entscheidungskriterien
Neben der Energieflexibilität spielten Betriebssicherheit, schaltbare Leistung und Zukunftsfähigkeit eine zentrale Rolle bei der Entscheidung. In Kombination mit der eigenen Photovoltaikanlage bleibt GROUP7 so weitgehend unabhängig von teurem Netzstrom.
Bei Dunkelflauten, Schneelast oder möglichen Stromengpässen kann auf Gasbetrieb geschaltet werden und so Betriebssicherheit gewährleistet werden. Zusätzlich ermöglicht FUTURA eine flexible Zonenbeheizung: Es werden ausschließlich jene Bereiche beheizt, in denen tatsächlich gearbeitet wird. Gleichzeitig sorgt das System für eine zuverlässige Grundtemperierung zum Schutz der Waren.
„Die Kombinierbarkeit von Strom und Gas gibt uns Sicherheit – selbst bei außergewöhnlichen Szenarien wie einem Blackout. Das war für uns ein entscheidender Faktor“, betont Jocher. „Wir wollten bewusst ein Produkt, das in die Zukunft blickt.“
Perfekte Ergänzung zum DGNB-Gold-Konzept
Die Hallenheizung fügt sich nahtlos in das umfassende Nachhaltigkeitskonzept von GROUP7 ein. Alle Neubauprojekte des Unternehmens werden konsequent nach DGNB-Standards zertifiziert. Mit dem Logistikzentrum «Schwaig 2» zeigt GROUP7 eindrucksvoll, wie nachhaltige, energieeffiziente und zugleich hochleistungsfähige Logistikimmobilien heute realisiert werden können – und setzt ein starkes Zeichen für die CO₂-freie Zukunft der Branche.
Fazit: Zufriedene Bilanz und überzeugende Effizienz
Nach den ersten Monaten im Betrieb zieht GROUP7 eine sehr positive Zwischenbilanz. „Unser erstes Fazit ist, dass wir sowohl mit der Art und Weise, wie geheizt wird, als auch mit der Umsetzung sehr zufrieden sind. Die Zusammenarbeit war sehr partnerschaftlich und lösungsorientiert“, sagt Daniel Jocher, Projektmanager bei GROUP7.
Da für eine belastbare Effizienzanalyse noch zu wenige reale Verbrauchsdaten vorlagen, ließ GROUP7 eine Vergleichsberechnung durch das Architekturbüro Jochen Peitz erstellen. Diese zeigt, dass die rund 13 Meter hohe Logistikhalle trotz ihrer Dimensionen deutlich unter dem Energieverbrauch eines KfW-40-Gebäudes liegt. Gegenüber einer Wärmepumpen-Luftheizung weist das eingesetzte FUTURA Fair.AIdH-System einen deutlich besseren Primärenergieverbrauch auf und erreicht beim Endenergiebedarf ein nahezu gleichwertiges Niveau.
In der Praxis wird erwartet, dass sich die Effizienz der Anlage noch deutlicher zeigt. Studien des Fraunhofer ISE belegen, dass die tatsächlichen Einsparungen im Betrieb deutlich über den theoretisch berechneten Werten liegen.


