Goldpreis nahe Rekordhoch: Geopolitik und Zölle als Treiber
Der Goldpreis erfährt derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung, getrieben durch die jüngste Zollpolitik der USA. Am Donnerstag kletterte der Preis für eine Feinunze Gold auf beinahe 3.056 US-Dollar, was einem deutlichen Anstieg von rund 30 Dollar innerhalb eines kurzen Zeitraums entspricht. Damit bewegt sich das Edelmetall nur knapp unter dem Rekord hoch von 3.057 Dollar, das in der Vorwoche verzeichnet wurde.
Auslöser für diesen Preissprung sind neue Handelszölle, die US-Präsident Donald Trump auf importierte Autos und Autoteile verhängt hat. Die geplanten Abgaben von 25 Prozent sorgen für Unsicherheit auf den Märkten, von der Gold als klassisch sicherer Hafen profitiert. Die von Trump eingeführten Maßnahmen könnten zudem inflationsfördernd wirken, was die Attraktivität von Gold als Inflationsschutz weiter steigert.
Die renommierte US-Investmentbank Goldman Sachs hat in diesem Kontext ihre Prognose für den Goldpreis überarbeitet und erwartet einen Anstieg auf 3.300 Dollar bis Jahresende. Besonders bemerkenswert sind die verstärkten Goldkäufe durch Notenbanken, die einer Diversifikation und einer Abkopplung vom US-Dollar dienen sollen. Schwellenländer zeigen hierbei ein erhöhtes Interesse, um ihre Währungsreserven zu diversifizieren. Weitere Impulse erhält der Markt durch die wachsende Popularität von Gold-ETFs, die bei Anlegern stark nachgefragt sind.
Neben der amerikanischen Zollpolitik spielt auch die geopolitische Unsicherheit eine wichtige Rolle bei der Preisrallye. Die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten tragen erheblich zur steigenden Nachfrage nach Gold als schützendes Investment bei. Zudem hält die US-Notenbank weiterhin die Möglichkeit von Zinssenkungen offen, was zusätzliche Unterstützung für den Edelmetallpreis darstellt.

