Goldpreis erreicht neue Höhen: Zollpolitik und geopolitische Spannungen als Treiber
Gold hat am Dienstag seine beeindruckende Rekordrally fortgesetzt und verzeichnete einen Anstieg um knapp 0,8 Prozent im frühen Handel an der Londoner Börse. Der Preis für eine Feinunze Gold erreichte fast 3.148 US-Dollar, nachdem er erst am Montag die Marke von 3.100 US-Dollar überschritten hatte. Diese Entwicklung bedeutet, dass sich der Goldpreis in diesem Jahr bereits um 20 Prozent verteuert hat. Ein Blick auf die vergangenen drei Jahre zeigt zudem, dass der Wert des Edelmetalls in diesem Zeitraum um knapp 50 Prozent gestiegen ist.
Hinter dieser bemerkenswerten Aufwärtsbewegung steht vor allem die aggressive US-Zollpolitik, die die Märkte in Unsicherheit versetzt. Insbesondere die Drohungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, keinerlei Länder von den geplanten Zöllen auszunehmen und „mit allen Ländern anzufangen“, haben die Lage verschärft. Diese Ankündigungen wurden während eines Fluges mit der Air Force One geäußert und sorgten für Besorgnis.
Zudem werden die Preise durch geopolitische Risiken weiter angefacht. Die jüngsten diplomatischen Bemühungen, den Ukraine-Krieg zu entschärfen, haben bislang wenig Erfolg gezeigt. Darüber hinaus verschärft sich die Lage im Nahen Osten, insbesondere durch die jüngsten Bodenangriffe des israelischen Militärs im Gazastreifen. All diese Faktoren sorgen dafür, dass Investoren verstärkt auf Gold als sicheren Hafen setzen.

