Gold: Ende der Hochphase in Sicht – Citi sagt Rückgang voraus
Gold, das im April dank der beunruhigenden Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump und der Krise im Nahen Osten neue Höchststände erreichte, könnte seine glänzenden Zeiten hinter sich lassen. Analysten von Citigroup prognostizieren einen Rückgang des Goldpreises unter 3.000 US-Dollar pro Unze in den kommenden Quartalen. Gründe für diese pessimistische Aussicht sind unter anderem die schwächere Nachfrage seitens der Investoren, verbesserte globale Wachstumsprognosen und mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank.
Obwohl Gold in diesem Jahr um beeindruckende 30 % gestiegen ist, könnte ab dem vierten Quartal 2025 ein Nachfrageeinbruch folgen. Hintergrund ist ein leichteres Vertrauen in das globale Wachstum, nachdem ein stimulierender US-Haushalt Wirkung zeigt und die negativen Einflüsse von Trumps Politik nachlassen.
Citi-Analysten sehen ihren Basisszenario zufolge eine 60-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Goldpreis im nächsten Quartal zunächst die Marke von 3.000 US-Dollar überschreitet, um dann nachzugeben. Im optimistischen Szenario mit 20 % Wahrscheinlichkeit könnte ein erneutes Rekordhoch im dritten Quartal durch Sorgen über Zölle, geopolitische Spannungen und Stagflation ermöglicht werden. Eine weitere Möglichkeit, wieder mit 20 % Wahrscheinlichkeit, sieht einen Verkaufsdruck bei rascher Lösung der Tarifkonflikte.
Der aktuelle Goldpreis liegt bei ca. 3.393 US-Dollar je Unze und schwankte zuletzt durch geopolitische Spannungen nach Trumps Aufruf zur Evakuierung Teherans. Abseits von Gold sieht sich Citigroup besonders optimistisch hinsichtlich Aluminium und Kupfer, da diese Metalle eng mit einem globalen Wachstumsschub verknüpft sind.

