Giorgia Meloni auf diplomatischer Mission in Washington: Ein Brückenschlag im Zollstreit?
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, bekannt für ihre rechte politische Ausrichtung, wird demnächst im Weißen Haus von US-Präsident Donald Trump empfangen. Sowohl aus Rom als auch aus Washington wurde der Besuch bestätigt, bei dem insbesondere der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und Europa im Fokus stehen soll. Dieses mit Spannung erwartete Treffen wurde bereits in den letzten Tagen spekuliert, nun ist klar, dass es am Tag nach Melonis Ankunft am 16. April stattfinden wird.
Kein Novum für die Vorsitzende der Fratelli d'Italia, schließlich war sie schon bei Trumps Amtseinführung präsent und auch in dessen Residenz in Florida zu Gast. In den Reihen ihrer europäischen Kollegen hat Meloni einen besonderen Status als primäre Ansprechpartnerin des US-Präsidenten.
Fast zeitgleich wird auch der US-Vizepräsident JD Vance in der italienischen Hauptstadt erwartet. Angesichts der zunehmenden Zolldrohungen aus den USA hat Meloni die Ankündigungen der Trump-Regierung zwar kritisiert, gleichzeitig aber eine diplomatisch vermittelnde Rolle angeboten.
In einem Interview mit der „Financial Times“ gestand sie, dass der Protektionismus und die Zölle keineswegs neue Phänomene unter der Trump-Administration seien. Vielmehr bietet sie sich als Brückenbauerin zwischen den Kontinenten an, um die Wogen im transatlantischen Verhältnis zu glätten.

