Gezielte Warnung: Iranischer Raketenschlag auf US-Stützpunkt bleibt ohne Folgen
Die iranischen Revolutionsgarden feuerten am Montag Dutzende ballistische Raketen auf die Al Udeid Air Base in Katar ab. Die Attacke kam nicht überraschend: Sowohl Katar als auch die USA waren vorgewarnt, das Gelände geräumt, der Luftraum gesperrt. Abgefangene Geschosse, keine Toten, keine Verletzten – ein kalkulierter Schlag ohne Blutvergießen.
Präsident Trump bedankte sich im Anschluss öffentlich für Teherans „frühzeitige Mitteilung“ und verkündete nur Stunden später eine „vollständige und totale Waffenruhe“ zwischen Iran und Israel. Ölpreise, die üblicherweise bei Spannungen in der Region steigen, rutschten stattdessen weiter ab.
Westliche Geheimdienste stufen den Beschuss als klassischen „off-ramp“ ein – ein geplanter symbolischer Gegenschlag, der Deeskalation signalisiert, ohne die Lage eskalieren zu lassen. Der Iran selbst betonte, die Zahl der Raketen entspreche exakt der Anzahl amerikanischer Bomben, die Tage zuvor iranische Nuklearanlagen trafen.
Die Reaktion reiht sich nahtlos ein in Teherans bekannte Strategie: groß inszenierte Vergeltung mit minimalem Risiko. Schon 2020 folgte auf die Tötung eines iranischen Generals durch einen US-Drohnenangriff ein ähnlicher Raketenhagel auf einen US-Stützpunkt im Irak – ebenfalls ohne Todesopfer.
Ob der Angriff den Schlagabtausch mit Israel eindämmt, bleibt offen. Israels Luftwaffe bombardierte zeitgleich erneut iranische Ziele, darunter die Fordow-Anlage und Stützpunkte der Revolutionsgarden. In Washington mehren sich indes Stimmen, die auf neue Gespräche über Teherans Atomprogramm drängen – doch solange Raketen fliegen, bleibt Diplomatie bloße Theorie.

