Generation Z: Ein Wechseljahr auf dem Arbeitsmarkt?
Eine neue Forsa-Umfrage, die im Auftrag von Xing durchgeführt wurde, beleuchtet die signifikante Wechselbereitschaft unter den verschiedenen Altersgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Besonders auffällig präsentieren sich hierbei die jungen Arbeitnehmer der Generation Z, also jene, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden. Eine beachtliche Zahl dieser jungen Fachkräfte zeigt sich bereit, noch im laufenden Jahr den Arbeitgeber zu wechseln.
Ein genauer Blick auf die Umfragedaten zeigt, dass über die Hälfte der Generation Z bereits mindestens einmal den Arbeitsplatz gewechselt hat und 48 Prozent sich offen für einen weiteren Wechsel zeigen. Überraschend ist zudem, dass 11 Prozent dieser Gruppe konkrete Pläne für einen Jobwechsel hegen. Im starken Kontrast dazu stehen die älteren Generationen, wie Generation X und die Babyboomer. Hier reizt lediglich 15 Prozent der Arbeitnehmer der Gedanke an einen neuen Arbeitgeber, wobei ein kleiner Anteil der Boomer sogar eine lebenslange Treue zur aktuellen Firma zelebriert.
Die Motive hinter den Jobwechseln variieren erheblich. Während Generation Z primär von Gehaltsvorstellungen getrieben wird, verlassen ältere Arbeitnehmer ihre Positionen oft aus Unzufriedenheit mit ihrer Führungskraft. Doch einigkeit herrscht generationsübergreifend bei der Forderung nach Jobsicherheit und der Ablehnung befristeter Verträge. Diese Aspekte sind entscheidend in der Akquise neuer Talente auf dem Arbeitsmarkt.
Trotz der insgesamt konstanten Wechselbereitschaft über alle Generationen hinweg, zeigt sich die wirtschaftliche Lage mit einem Rückgang an offenen Stellen herausfordernd. Allerdings sind viele Arbeitnehmer optimistisch hinsichtlich ihrer persönlichen Chancen und bleiben zuversichtlich. Julian Stahl, Experte bei Xing, sieht hierin einen Beleg dafür, dass viele Deutsche relativ losgelöst von den allgemeinen wirtschaftlichen Schwächen ihre individuelle Arbeitsmarktsituation positiv einschätzen.

