Generalsanierung der Bahnstrecke Frankfurt-Mannheim zeigt Erfolge, Herausforderungen bleiben

Die Deutsche Bahn berichtet von positiven Entwicklungen in der Pünktlichkeit des Zugverkehrs auf der frisch sanierten Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim. Trotz dieser Fortschritte ist das Unternehmen noch nicht völlig zufrieden mit den Ergebnissen, so Wolfgang Weinhold, der das Sanierungsprogramm leitet.
Die Riedbahn, so der Name des Abschnitts, war die erste Strecke, die umfassend modernisiert wurde und erlangte im vergangenen Dezember nach fünf Monaten Pause wieder ihre Betriebsbereitschaft. In einem großangelegten, fortlaufenden Plan zur Verbesserung der Bahninfrastruktur wurde die Strecke Hamburg-Berlin als nächste für eine ähnliche Generalsanierung ausgewählt.
Hochfrequentierte Abschnitte sollen dabei über Monate hinweg gesperrt werden, um inklusive Überholung Baumängel einzuschränken, die Baustellen über Jahre hinweg ein Problem werden lassen könnten. Für die Zukunft sind etwa 40 solcher Infrastrukturprojekte vorgesehen.
Auf der inzwischen überarbeiteten Riedbahn gibt es bei der Regionalbahn einen markanten Anstieg der Pünktlichkeit, wenn man den Monat November 2023 mit dem gleichen Monat im Jahr 2025 vergleicht. So lag der Anteil pünktlicher Züge 2025 bei 81 Prozent, ein erheblicher Fortschritt im Vergleich zu den 59 Prozent zwei Jahre zuvor. Diese Entwicklungen schwanken jedoch, weshalb langfristige Beobachtungen erforderlich sind.
Auch im Fernverkehr gibt es ermutigende Zeichen, da die gesammelten Verspätungsminuten der Züge gesunken sind. Zusätzliche digitale Technologien werden eingeführt, um die Effizienz weiter zu steigern. Beispielhaft ist das digitale Zugsicherungssystem, das ab dem nächsten Jahr den gesamten Streckenabschnitt abdecken soll, was bisher nur in Teilbereichen erfolgt.
Trotz der Umbauten treten gelegentlich weitere Störungen auf, jedoch haben sich deren Anzahl im Vergleich zur Zeit vor der Sanierung um 60 Prozent reduziert. Ziel ist eine Reduzierung von 80 Prozent, an der weiterhin intensiv gearbeitet wird.
Der Zeitplan für die Umsetzungen war ambitioniert und führte zu Engpässen, so Weinhold. Um solche Herausforderungen in Zukunft zu vermeiden, wird die Deutsche Bahn die Wiedereröffnung schrittweise gestalten. Abschließend informiert das Unternehmen, dass die Sanierungskosten des Projekts bei rund 1,5 Milliarden Euro lagen.

