General Motors: Positive Prognose trotzt Herausforderungen im E-Auto-Segment
General Motors (GM) präsentiert sich nach einem erfreulichen dritten Quartal optimistisch und hebt die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll nun zwischen 9,75 und 10,50 US-Dollar liegen, während zuvor eine Spanne von 8,25 bis 10 US-Dollar angesetzt war. Trotz einer milliardenschweren Abschreibung auf die Elektroautostrategie ließ der Konzern mit dieser Nachricht die Anleger aufhorchen, was die Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als 9 Prozent steigen ließ.
Der Umsatz von GM verharrte im dritten Quartal nahezu stabil bei 48,6 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von lediglich 0,3 Prozent entspricht. Trotz eines Rückgangs des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten um 18 Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Dollar erzielte GM in seinem Heimatmarkt Nordamerika bessere Resultate als von den Experten prognostiziert. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 2,80 Dollar, während Analysten nur mit 2,27 Dollar gerechnet hatten.
Allerdings fiel der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn auf 1,3 Milliarden Dollar und damit auf weniger als die Hälfte des Vorjahresniveaus. GM-Chefin Mary Barra räumte ein, dass die Politik von Ex-Präsident Donald Trump im Bereich der Elektroautoförderung das Unternehmen mindestens 1,6 Milliarden Dollar kostet. Dies führte zu einer Reduzierung der Produktionskapazität für E-Fahrzeuge, da die Nachfrageprognosen gesenkt wurden. Zusätzlich erschwerten das Auslaufen von Steuervergünstigungen und neue Abgasvorschriften den Fortschritt in diesem Segment.

