Geheimer Friedensplan: Ukraine unter Druck
Ein brisanter Friedensplan zwischen den USA und Russland stellt die Ukraine vor Herausforderungen. Laut "Financial Times" fordert der Plan, den das US-amerikanische Nachrichtenportal "Axios" als Ende Oktober ausgehandelt berichtet, weitreichende Zugeständnisse von Kiew, darunter den Rückzug aus Donezk und Luhansk sowie eine Halbierung der ukrainischen Streitkräfte.
In diesem Spannungsfeld empfängt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine US-Militärdelegation, während in Brüssel die EU-Außenminister über mögliche neue Maßnahmen gegen russische Umgehungen von Energiesanktionen diskutieren. Der mögliche Friedensplan, der angeblich von Donald Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff und Moskaus Vertreter Kirill Dmitrijew ausgearbeitet wurde, ist in Brüsseler Kreisen allerdings bisher weitgehend unbekannt.
Der Plan sieht vor, dass nicht von Russland eroberte Gebiete in Donezk und Luhansk an Moskau fallen, jedoch demilitarisiert werden. Zusätzlich steht die Anerkennung der russischen Sprache als Staatssprache sowie die Zulassung der vormals moskautreuen orthodoxen Kirche im Raum.
Die zunehmenden militärischen Rückschläge im Osten des Landes und der innenpolitische Druck durch einen Korruptionsskandal erschweren die Lage für Selenskyj zusätzlich. Trump selbst hat einen geplanten Gipfel mit Putin abgesagt und Sanktionen gegen russische Ölexporteure wie Rosneft und Lukoil verhängt.
In der westukrainischen Stadt Ternopil dauern die Rettungsarbeiten nach einem russischen Luftangriff an, der bisher 26 Todesopfer und 93 Verletzte gefordert hat. In den Trümmern eines Wohnblocks werden noch Vermisste vermutet, während Präsident Selenskyj betont, dass die USA eine Schlüsselrolle für eine Friedenslösung spielen könnten.

