Fußballmarkt in Europa: Rekordeinnahmen und neue Herausforderungen
Der europäische Fußball-Markt boomt weiter und stellt neue Rekorde auf. Laut dem aktuellen Fußball-Report von Deloitte erreichten die Verbände und Ligen in Europa in der Saison 2023/24 einen Rekordumsatz von 38 Milliarden Euro – eine bemerkenswerte Steigerung um acht Prozent im Vergleich zur letzten Saison. Diese Zahlen entstammen der 34. Ausgabe des Annual Review of Football Finance und zeigen die Dynamik des Sports auf dem alten Kontinent.
Die einflussreichsten Fußball-Ligen Europas – England, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich, die sogenannten "Big Five" – erhöhten ihre Gesamteinnahmen um vier Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert ist, dass diese Ligen zum zweiten Mal in Folge einen substantiellen Gewinn von 600 Millionen Euro erzielten. Dabei wurden Transfereinnahmen in dieser Bilanz nicht berücksichtigt.
Dennoch gibt es laut Stefan Ludwig von Deloitte auch Herausforderungen, denen sich die Vereine stellen müssen. Trotz der positiven Entwicklung steigt der Druck, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen, während gleichzeitig die Kosten wachsen – eine notwendige Bedingung, um konkurrenzfähig zu bleiben.
In der Bundesliga, die mit einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro knapp hinter der Premier League und La Liga an zweiter Stelle rangiert, war jedoch ein Rückgang von einem Prozent zu verzeichnen. Ein Rückgang, der unter anderem auf den Abstieg des FC Schalke 04 und von Hertha BSC sowie die damit verbundenen, um acht Prozent gesunkenen Zuschauerzahlen zurückzuführen ist.
Für die laufende Saison sieht Ludwig weiteres Wachstum, bedingt durch die Expansion der UEFA-Clubwettbewerbe und ansteigende Ausschüttungen. Diese positiven Entwicklungen könnten die "Big Five" auf einen Gesamtumsatz von über 21 Milliarden Euro hieven. Doch ab 2025/26 erwartet Ludwig eine Phase der Stagnation, da die Verhandlungen für die neuen Übertragungsrechtezyklen nicht die erhofften Steigerungen bringen konnten.

