Frühjahr 2025: Trockenheit und Wärme dominieren Wettergeschehen in Deutschland
Deutschland blickt auf eines der trockensten Frühjahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zurück. Besonders betroffen war der Nordosten, wo in manchen Regionen nur mager 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter verzeichnet wurden. Dies ist ein markantes Niederschlagsdefizit, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner vorläufigen Bilanz für das Frühjahr 2025 feststellte. Insgesamt regnete es deutschlandweit im Schnitt nur etwa 96 Liter pro Quadratmeter, was eine extreme Trockenheit bedeutet.
Diese Dürre, die in den letzten Wochen für niedrige Flusspegel, hohe Waldbrandgefahr und landwirtschaftliche Besorgnis, insbesondere beim Anbau von Mais und Zuckerrüben, sorgte, reiht das Frühjahr 2025 in eine Reihe mit den Jahren 1893 und 2011 - den bisher trockensten Frühjahrsmonaten seit 1881. Trotz regionaler Niederschlagsunterschiede, etwa mehr als 300 Liter pro Quadratmeter im Alpenvorland, ist das Niederschlagsdefizit im Vergleich zu den Referenzperioden 1961 bis 1990 sowie 1991 bis 2020 signifikant.
Parallel zur Trockenheit war das Frühjahr 2025 ungewöhnlich warm, was den langfristigen Erwärmungstrend bestätigt. Die Durchschnittstemperaturen lagen bei 9,8 Grad Celsius, 1,9 Grad über dem Mittel der alten Referenzperiode und 0,7 Grad über der neueren. Der Wonnemonat Mai steigerte sich mit einem Hitzehöhepunkt von 30,4 Grad im Oberrheingraben. Im Gegensatz dazu gab es im März noch Frosttiefs von minus 11,2 Grad im Erzgebirge.
Auch bei der Sonnenscheindauer reihte sich das Frühjahr 2025 in die Riege der Rekorde ein: Mit außergewöhnlichen 695 Sonnenstunden war es das drittsonnigste Frühjahr seit 1951. Vor allem die Nordseeküste profitierte von den hellen Tagen, während der südliche Alpenrand mit vergleichsweise magern 500 Stunden klar kam. Der DWD, der auf Daten von rund 2.000 Messstationen zurückgreift, wird nach Abschluss des Mais umfassendere Auswertungen bereitstellen.

