Friedrich Merz kritisiert Trump: Europäische Geschlossenheit gefordert
Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der CDU/CSU, hat sich tief besorgt über die jüngsten Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump geäußert, der dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj implizit die Verantwortung für die Fortdauer des russischen Angriffskriegs zusprach. Merz stellte im RBB-Inforadio klar, dass diese Sichtweise im Grunde eine klassische Täter-Opfer-Umkehr darstelle. Er zeigte sich beunruhigt darüber, dass Trump augenscheinlich das von Wladimir Putin propagierte russische Narrativ übernommen habe.
Merz betonte weiter, dass es nun entscheidend sei, dass sich die europäischen Staaten schnell auf eine gemeinsame Strategie einigen, um diesem diffizilen Thema zu begegnen. Es sei nicht der richtige Ansatz, um Gunst zu buhlen und einen Verhandlungsplatz zu betteln. Vielmehr, so Merz, müsse Europa jetzt Eigengewicht entwickeln und souverän agieren.
Die Aussagen Trumps, denen zufolge die Verantwortung für den im Februar 2022 begonnenen Krieg nicht allein auf Russland lastet, sind Wasser auf die Mühlen jener, die die europäische Einigkeit und klare Position gegenüber dem russischen Vorgehen infrage stellen. Umso mehr fordert Merz eine geeinte, starke europäische Haltung in diesen unruhigen Zeiten.

