Friedensgespräche in der Schwebe: Europa und USA uneinig über Ukraine-Konflikt
Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben in einer gemeinsamen Erklärung gefordert, die derzeitige Frontlinie im Ukraine-Konflikt als Ausgangspunkt für Friedensverhandlungen zu nehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz, zusammen mit Amtskollegen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, unterstützt die Position des US-Präsidenten Donald Trump, der sich für ein sofortiges Ende der Kämpfe einsetzt und die bestehende Kontaktsituation als Grundlage für Verhandlungen sieht.
Diesem Appell schlossen sich auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sowie EU-Ratspräsident António Costa an. Sie betonten die Unantastbarkeit internationaler Grenzen durch Gewalt. US-Präsident Trump hatte zuvor ambivalente Signale gesendet. Zuerst zeigte er Verständnis für die Ukraine, nur um dann vorzuschlagen, den Frontverlauf festzuschreiben. Dennoch äußerte er Zweifel über einen Sieg der Ukraine in dem Konflikt.
In der Erklärung wird herausgestellt, dass die Ukraine ernsthaft den Frieden anstrebt, während Russlands Führung unter Wladimir Putin weiterhin auf Gewalt setzt. Die Ukraine solle jederzeit bestmöglich unterstützt werden. Es werden derzeit Maßnahmen entwickelt, um eingefrorene russische Vermögenswerte zugunsten der Ukraine zu nutzen. Noch in dieser Woche wird auf einem EU-Gipfel darüber beraten, gefolgt von einem Treffen der "Koalition der Willigen", organisiert von Großbritanniens Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

