Freundliche Stimmung auf den europäischen Börsen – Banken setzen Glanzpunkt
Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag wohlgestimmt. Der EuroStoxx 50, als Leitindex der Eurozone, setzte seine moderate Aufwärtsbewegung fort und legte um 0,62 Prozent auf 5.994,59 Punkte zu. Kurzzeitig überschritt der Index erneut die bedeutende Marke von 6.000 Punkten. Ein starkes Ansteigen der Gewinne wurde jedoch von Marktbeobachtern gedämpft, da sich Anleger vor den bevorstehenden Quartalszahlen der US-Tech-Giganten und der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend zurückhalten. Im Vereinigten Königreich zeigte sich der FTSE 100 ebenfalls im Aufwind und gewann 0,58 Prozent auf 10.207,80 Zähler. Seit Beginn des Jahres hält er die 10.000-Punkte-Marke stabil, mit einem Rekordhoch in der Monatsmitte. In der Schweiz stieg der SMI um 0,56 Prozent auf 13.216,23 Punkte.
Die Spannung um die Zinsentscheidung bleibt bestehen, wenngleich Experten nicht mit einer Änderung des Leitzinses rechnen. Volkswirt Felix Schmidt von der Berenberg Bank prognostiziert, dass eine Zinssenkung wohl erst nach dem Amtsende von Fed-Chef Jerome Powell im Mai erfolgen könnte. Besonders im Rampenlicht stand der Bankensektor. Der Branchenindex Stoxx 600 Banks erreichte den höchsten Stand seit 2008 und setzte seinen positiven Trend fort. Die britische Großbank HSBC markierte in London einen Meilenstein und überstieg erstmals einen Börsenwert von 300 Milliarden US-Dollar, dank eines Kurszuwachses von beinahe drei Prozent.
Auf der anderen Seite verzeichneten Roche ein leichtes Plus von knapp einem Prozent, nachdem positive Studienergebnisse eines Medikaments gegen starkes Übergewicht bekannt wurden. Uneinheitlich zeigten sich die Industriewerte: Während Alstom leicht nachgaben, da sie von Kepler Cheuvreux herabgestuft wurden, konnte ABB nach einer Kaufempfehlung derselben Analysten um fast zwei Prozent zulegen. Die Sage Group erlebte in London hingegen einen Rückschlag, die Aktien fielen um etwa fünf Prozent auf ein Tief seit Ende 2024. Die US-Bank Jefferies warnte, dass der Software-Entwickler erst am Beginn seines Nutzenpotentials aus Künstlicher Intelligenz stünde.

