Freundliche Eröffnung für die US-Märkte trotz gemischter Unternehmensberichte
Die US-Aktienmärkte zeigen sich zu Wochenbeginn in optimistischer Stimmung, beeinflusst von einer Serie positiver Unternehmensberichte. Der S&P 500 und der Nasdaq 100 setzen ihre Rekordserien fort, während die Berichtssaison bislang über den Erwartungen liegt.
Aktienmarkt-Strategin Gina Martin Adams von Bloomberg Intelligence betont, dass die Prognosen zu niedrig angesetzt waren. Der Dow Jones Industrial steht eine Stunde vor Handelsbeginn 0,1 Prozent höher bei 44.897 Punkten und nähert sich seinem Rekordhoch. Der Nasdaq 100 wird mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 23.456 Punkte erwartet.
Auch bei Boeing gibt es erfreuliche Nachrichten: Dank gestiegener Jet-Auslieferungen konnte der Hersteller ein Umsatzplus von 35 Prozent im zweiten Quartal verzeichnen und reduzierte seinen Verlust deutlich. Dies wirkte sich positiv auf die Aktien aus, die um 1,5 Prozent stiegen.
Unterdessen zeigt sich die UnitedHealth Group nach einem Chefwechsel und neuen Ermittlungen der US-Justiz verhalten optimistisch. Das Unternehmen prognostiziert einen bereinigten Gewinn von mindestens 16 Dollar je Aktie. Nichtsdestotrotz sank der Aktienkurs vorbörslich um 2,9 Prozent.
UPS bleibt vorsichtig und veröffentlicht weiterhin keine Geschäftsziele für das laufende Jahr, was auf konjunkturelle Unsicherheiten zurückzuführen ist. Trotz einer durchwachsenen Quartalsentwicklung verzeichnete der Logistikkonzern einen leichten Gewinnrückgang, was die Aktie um 3,2 Prozent sinken ließ.
Merck & Co plant aufgrund von Umsatz- und Gewinnrückgängen im zweiten Quartal eine Umstrukturierung und Kostenreduktion, mit einem Sparziel von drei Milliarden Dollar jährlich. Nach der Anpassung der Gewinnziele im April blickt das Management wieder etwas optimistischer auf das Jahr, auch wenn die Aktien vorbörslich um 3,8 Prozent einbüßten.
Procter & Gamble sieht sich hohen Kosten aufgrund der US-Zollpolitik gegenüber, zusätzlich belastet durch steigende Rohstoff- und Zinskosten. Trotz stagnierendem Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen einen Gewinnanstieg von sieben Prozent verzeichnen und die Aktien legten vorbörslich um 1,6 Prozent zu.
Spotify verzeichnete im zweiten Quartal ein geringeres Wachstum als zum Jahresauftakt und rutschte durch gestiegene Finanzierungskosten in die Verlustzone. Das enttäuschende Quartalsergebnis sowie der verhaltene Ausblick für die kommenden Monate führten zu einem vorbörslichen Kurssturz um 7,1 Prozent.

