Frankreichs Sozialleasing für Elektroautos: Ein erfolgreicher Modellversuch inspiriert Deutschland
Das kürzlich in Frankreich eingeführte Sozialleasing für Elektrofahrzeuge erfreut sich großer Beliebtheit. Seit Ende September wurden 41.500 Verträge abgeschlossen, darunter 11.360 in stark luftverschmutzten Ballungsräumen. Das französische Energieministerium hat angekündigt, dass im Rahmen des Programms 50.000 Autos angeboten werden, wobei eine Warteliste für Interessenten besteht. Zur Unterstützung dieser umweltfreundlichen Initiative hat die französische Regierung 370 Millionen Euro bereitgestellt.
Die staatliche Förderung sieht vor, dass Elektroautos zu einer monatlichen Leasingrate zwischen 140 und 200 Euro angeboten werden. Das Programm zielt auf einkommensschwache Menschen ab, die beruflich auf das Auto angewiesen sind und mehr als 15 Kilometer von ihrer Arbeitsstelle entfernt wohnen. Jeder Antragsteller kann einen staatlichen Zuschuss von bis zu 7.000 Euro für ein Elektrofahrzeug erhalten. Im Jahre 2024 sollen erneut 50.000 Haushalte von diesem Sozialleasing profitieren. Umweltkriterien, die den Schwerpunkt auf europäische Hersteller legen, schließen große Automobilproduzenten außerhalb Europas, wie etwa aus China, weitgehend aus.
Auch in Deutschland sind ähnliche Pläne in Sicht. Die Bundesregierung plant, ab 2026 den Absatz günstiger Elektroautos durch eine spezielle Prämie für einkommensschwache Familien zu unterstützen. Ein zusätzlicher Vorschlag seitens der SPD-Fraktion sieht ab 2027 ein sozial orientiertes Leasingprogramm vor, welches niedrige Leasingraten mit einer Kaufoption für umweltgerechte europäische Elektrofahrzeuge kombinieren soll.

