Frankfurt wirbt um EU-Anti-Geldwäschebehörde
Bundesfinanzminister Christian Lindner hat in Brüssel dafür geworben, dass Frankfurt der Sitz der geplanten EU-Anti-Geldwäschebehörde Amla (Anti-Money Laundering Authority) wird. Er betonte, dass Frankfurt bereits vom ersten Tag an alles habe, was die Amla brauche, um ihre Aufgaben und Befugnisse in vollem Umfang wahrzunehmen. Zudem seien ausreichend finanzielle und akademische Talente vorhanden, die Menschen aus der ganzen EU und darüber hinaus anziehen. Die unmittelbare Nähe zur Europäischen Zentralbank ermögliche es Frankfurt zudem, eine zentrale Anlaufstelle für die europäische Aufsicht zu sein, was für eine wirksame Geldwäschebekämpfung entscheidend sei.
Die Entscheidung über den Sitz der Amla fällt voraussichtlich am 22. Februar. Neben Frankfurt buhlen auch Rom, Wien, Vilnius, Riga, Dublin, Madrid, Brüssel und Paris um die neue Behörde. Um ihre Chancen zu erhöhen, wollen die Bundesrepublik, Hessen und die Stadt Frankfurt mindestens zehn Millionen Euro für die Ansiedlung bereitstellen.
Die EU-Kommission hatte 2021 die Schaffung einer gemeinsamen Geldwäschebehörde vorgeschlagen, die die nationalen Aufsichtsbehörden koordinieren und unterstützen soll. Der Auswahlprozess für den Sitz der Behörde beinhaltet erstmals öffentliche Anhörungen, bei denen das Europaparlament ebenso wie die EU-Länder das Mitspracherecht haben. (eulerpool-AFX)

