Forum Gesundheitsstandort: Präventionsallianz soll Gesundheitsvorsorge und Gesundheitskompetenz im Land verbessern
7. Jahresveranstaltung des Forum Gesundheitsstandort in Stuttgart

25. September 2025, 13:40 Uhr · Quelle: Pressebox
Die Präventionsallianz zielt auf bessere Gesundheitskompetenz in Baden-Württemberg ab. Experten fordern einen Wandel hin zu prädikativer Medizin für mehr Lebensqualität.

Stuttgart, 25.09.2025 (PresseBox) - Mit einer „Präventionsallianz Baden-Württemberg“ setzt die Landesregierung künftig verstärkt auf das Thema Gesundheitsvorsorge und die Vermittlung von Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung. Bei der siebten Jahresveranstaltung des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg haben heute (24. September 2025) über 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft unter anderem darüber diskutiert, wie sich Prävention und Gesundheitsförderung in Baden-Württemberg stärker verankern lässt. Durch eine gezielte Stärkung der Vorsorge können Krankheiten frühzeitig vermieden, die Lebensqualität der Menschen verbessert und langfristig die Kosten im Gesundheitswesen deutlich reduziert werden. Daneben bieten Prävention und Vorsorge auch Chancen für die Gesundheitsindustrie.

„Wir wollen, dass die Menschen in Baden-Württemberg gesund bleiben. Und weil wir Gesundheitsförderung und Prävention nur übergreifend und gemeinsam angehen können, haben wir die Präventionsallianz auf den Weg gebracht“, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann zum Auftakt der Veranstaltung im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle. Die Präventionsallianz ist Ausdruck des gemeinsamen Willens der Akteurinnen und Akteure, die Themen Gesundheitsförderung und Prävention in verschiedenen Gesundheitsbereichen zu bearbeiten. Angesichts des demografischen Wandels, der Zunahme chronischer Erkrankungen sowie knapper personeller und finanzieller Ressourcen im Gesundheitssystem brauche man einen Paradigmenwechsel. „Wir setzen dabei vor allem auf die Stärkung der Gesundheitskompetenz jedes einzelnen“, so Kretschmann. Laut einer aktuellen Studie der Robert Bosch Stiftung verfügen derzeit über 54 Prozent der Menschen im Land nur über eine geringe Gesundheitskompetenz. Um das zu ändern, sollen die Kompetenzen durch frühzeitige Bildung und den Einsatz Sozialer Medien gefördert und bereits vorhandene Präventionsangebote sichtbarer gemacht werden.

Raus aus der Krankheitsorientierung hin zur Prävention

Auf welchem Weg ein solcher Paradigmenwechsel von einer rein kurativen Medizin hin zu einem präventiven Ansatz erreicht werden kann, war eine der zentralen Fragen bei der siebten Jahresveranstaltung des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg, bei der neben dem Ministerpräsidenten auch Gesundheitsminister Manne Lucha, Wirtschaftsstaatssekretär
Dr. Patrick Rapp sowie Ministerialdirektor Dr. Hans Reiter aus dem Wissenschaftsministerium vertreten waren. Zusammen mit rund 200 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft diskutierten sie unter dem Motto „Prävention made in THE LÄND“ unter anderem darüber, wie bereits vorhandene Initiativen und Strukturen zur besseren Verankerung von Prävention im Alltag gestärkt werden können, welchen Beitrag der Bund leisten muss und welches Potenzial innovative Technologien und Produkte für den Bereich Gesundheitsförderung und Prävention eröffnen.

Die Bundesministerin für Gesundheit, Nina Warken, betonte in ihrem Grußwort, dass Baden-Württemberg mit seinem Forum Gesundheitsstandort weit über die Landesgrenzen hinaus strahle. Das Zusammenwirken von Forschung, Innovation und Gesundheitsversorgung im Land verspreche wertvolle Clustereffekte mit bundesweiter Bedeutung. Auch der Bund selbst verfolge einen krankheitsübergreifenden Präventionsansatz. Aktuell sei ihr Ministerium dabei, sich anzuschauen, „an welchen Stellen wir das Präventionsgesetz weiterentwickeln müssen“.

Welche Faktoren einen positiven Einfluss für ein gesundes Leben haben, erläuterte der Gesundheitsforscher und Ernährungswissenschaftler Marcus Lauk in seinem Impulsvortrag „Bluezones: Die Orte der Hundertjährigen und was wir von ihnen lernen können“.

Danach debattierte eine Runde aus Gesundheitsexpertinnen und –experten in einer Podiumsdiskussion darüber, welche Herausforderungen und Chancen das Thema Prävention für den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg mit sich bringt. Einig waren sich alle darin, dass der Bereich Gesundheitsförderung und Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen ist, die nicht alleine vom Gesundheitssektor getragen werden kann. Es brauche dazu das Zusammenspiel von Politik, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – und zwar auf Landes-, Bundes und auf europäischer Ebene.

Rückblick zum Forum Gesundheitsstandort

In seiner Eröffnungsrede thematisierte Ministerpräsident Kretschmann auch die wichtigen Fortschritte, die im Forum Gesundheitsstandort in den vergangenen Jahren erreicht wurden: „Wir haben seit dem Bestehen des Forums viel erreicht. Beispielsweise, wenn es um die digitale Versorgung geht. Eine Video-Sprechstunde ist längst keine Besonderheit mehr. Auch die Zentren für Personalisierte Medizin, die Therapien maßschneidern, gehören mittlerweile fest zur medizinischen Versorgung der Spitzenklasse. Aktuell arbeiten wir an verbesserten Möglichkeiten für die Gesundheitsdatennutzung, um an innovativer Medizin von morgen zu forschen und vorne dabei zu sein. Dieser Vorstoß in der Regulatorik kann auch als Blaupause für das Bundesrecht dienen. Auch auf europäischer Ebene haben wir durch das Forum viele Verbesserungen erreicht, beispielsweise im Bereich der Medizinprodukte.“

In der ersten Podiumsdiskussion hatten Vertreterinnen und Vertreter aus Gesundheitswesen und Politik unter dem Titel Von der Konzeption zur Umsetzung – Erreichtes im Forum Gesundheitsstandort“ insbesondere darüber gesprochen, inwieweit es gelungen ist, den Gesundheitsstandort in Baden-Württemberg zu stärken und die Gesundheitsversorgung für die Menschen zu verbessern. So wurden unter dem Dach des Forums unter anderem mehr als 60 innovative Modellprojekte aus Baden-Württemberg mit rund 125 Millionen Euro unterstützt, unter anderem im Bereich personalisierte Medizin, Telemedizin und digitale Gesundheitslösungen. Rund 90 Prozent der Projekte aus den ersten beiden Förderrunden haben dabei ihre Ziele erreicht und wurden nach der Förderung weitergeführt, einige davon gewannen Wissenschafts-, Nachwuchs- oder Innovationspreise. Weitere wichtige Ergebnisse des Forums waren die Umsetzung der „Roadmap Gesundheitsdatennutzung Baden-Württemberg“ und die „Strategie zur Verbesserung der medizinischen Translation für Baden-Württemberg“.

Statements zum Forum Gesundheitsstandort

Manne Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration:

„Gelingende Prävention ist weit mehr als die Summe individueller Entscheidungen – sie braucht politische Rahmenbedingungen, die eine gesunde Lebensweise erleichtern. Als Gesundheitsminister setze ich mich dafür ein, dass Prävention und gute Versorgung der Bürgerinnen und Bürger Hand in Hand gehen. Wir müssen weg vom kurativen System hin zu einer vorausschauenden Präventionspolitik. Unser Ziel ist eine starke Gesundheitsförderung, die allen Menschen in Baden-Württemberg zugutekommt – von der Früherkennung bis zur wohnortnahen Versorgung. Mit dem Strategiedialog und den Zentren für Personalisierte Medizin setzt Baden-Württemberg bereits bundesweit Maßstäbe. Das Forum Gesundheitsstandort und der damit verbundene Strategiedialog ist dafür eine wichtige Plattform. Durch innovative Ideen und einen strukturellen Ansatz reagieren wir nicht nur auf Herausforderungen, sondern entwickeln aktiv und gemeinsam die Gesundheitsversorgung von morgen.“

Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus:

„Die Bereiche Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgung sind im Gesundheitsbereich sehr eng verknüpft. Daher ist das ressortübergreifende Zusammenarbeiten, das wir im Forum nun bereits seit sieben Jahren erfolgreich praktizieren, für einen traditionell starken Gesundheitsstandort mit einer Spitzenposition im MedTech- und im Pharmabereich essentiell. Beleg dafür ist, dass wir neben der Förderung innovativer Erfolgsprojekte über das Forum für die Unternehmen unserer Gesundheitsindustrie zahlreiche Initiativen auf den Weg bringen konnten, um die Rahmenbedingungen am Standort zu verbessern.“

Dr. Hans Reiter, Ministerialdirektor Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst:

„Aus einer Idee wurde in sieben Jahren eine Erfolgsgeschichte: Das Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg bringt Wissenschaft, Versorgung, Wirtschaft sowie Politik dauerhaft zusammen und setzt mit Projekten wie der Datenaustauschplattform MEDI:CUS bundesweit Maßstäbe. Gleichzeitig haben wir die Rahmenbedingungen für Gesundheitsdatennutzung und klinische Studien aktiv verbessert – durch die enge Begleitung zentraler Gesetzgebungsverfahren in Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis. Diese Themen bleiben für uns auch künftig Kernaufgaben. Mit der neuen Präventionsallianz kommt nun ein drittes Handlungsfeld hinzu: Wir wollen die Gesundheitskompetenz im Land stärken, bevor Krankheiten entstehen. Prävention wird damit – neben Translation und Datennutzung – zum strategischen Ziel der nächsten Jahre. Unser Auftrag ist klar: Baden-Württemberg soll das führende Health-LÄND bleiben. Dabei wirkt das Forum als Brückenbauer: Gemeinsam schaffen wir die Grundlagen für Spitzenforschung im Land, eine starke Versorgung und eine Gesundheitswirtschaft mit internationaler Strahlkraft.“

Medizintechnik / Prävention / Gesundheitsförderung / Gesundheitskompetenz / Baden-Württemberg
[pressebox.de] · 25.09.2025 · 13:40 Uhr
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