Fitch stuft Frankreichs Kreditwürdigkeit herab
Fitch begründet die Entscheidung mit der hohen Staatsverschuldung, die die Fähigkeit der Regierung einschränke, auf künftige wirtschaftliche Schocks zu reagieren. Zudem belaste die innenpolitische Zersplitterung die Aussicht auf nachhaltige Haushaltsreformen. Besonders die verlorene Vertrauensabstimmung und der Rücktritt von Premierminister François Bayrou hätten gezeigt, wie fragil die politische Lage ist.
Der neue Regierungschef Sébastien Lecornu versucht nun, Mehrheiten für einen Sparhaushalt 2026 zu finden. Fitch äußerte Zweifel, dass das Defizitziel von drei Prozent des BIP bis 2029 erreichbar sei.
Auch die Ratingagenturen Moody’s und S&P Global Ratings wollen in den kommenden Wochen ihre Einschätzungen zu Frankreichs Kreditwürdigkeit vorlegen.

