Festakt in Peking: China erinnert an das Ende des Zweiten Weltkrieges
In Peking wird der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges mit einer beeindruckenden Militärparade von der kommunistischen Führung Chinas gefeiert. Hochrangige internationale Staatsgäste wie Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sind geladen, wobei Letzterer erstmals an einem multilateral besetzten Event teilnimmt. Der Beginn der etwa 70-minütigen Feierlichkeiten ist für den frühen Morgen angesetzt, direkt vor dem geschichtsträchtigen Platz des Himmlischen Friedens im Herzen der chinesischen Metropole.
Die Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs bietet nicht nur die Möglichkeit, das militärische Spektakel zu bewundern, sondern auch bilaterale Gespräche am Rande zu führen. Zu den 26 angemeldeten hochrangigen Gästen zählen prominente Politiker, jedoch musste Indonesiens Präsident Prabowo Subianto wegen innenpolitischer Unruhen seine Teilnahme absagen. Aus der EU wird der slowakische Ministerpräsident Robert Fico erwartet, um den internationalen Dialog zu fördern.
Das Herzstück der Feierlichkeiten bildet die Parade, die durch 45 Formationen von Soldaten, Panzern und Luftstreitkräften geprägt wird. Die zahlreichen Teilnehmer und technologisch fortschrittlichen Waffensysteme, die der Öffentlichkeit präsentiert werden, spiegeln Chinas militärische Ambitionen wider. Dies ist erst das zweite Mal, dass eine solche Parade zur Erinnerung an den Sieg über Japan inszeniert wird, nachdem das Land 2015 den 70. Jahrestag feierte. Die letzte große Militärparade in Peking fand 2019 anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung der Volksrepublik statt.

