Fed plant Überarbeitung der Kapitalanforderungen für Großbanken
Die amerikanische Notenbank, die Federal Reserve, bereitet sich auf die Möglichkeit vor, die Leverage-Anforderungen für größere Banken zu überarbeiten. Eine Besprechung hierzu wird für den 25. Juni anberaumt und könnte den Auftakt zu einer breiter angelegten Reform der Bankenregeln darstellen. Im Fokus steht die sogenannte "zusätzliche Leverage-Ratio", die es Banken vorschreibt, Kapital für Vermögenswerte bereitzuhalten, ohne deren Risiko zu berücksichtigen.
Diese Sitzung ist die erste, seitdem Gouverneurin Michelle Bowman, die von Präsident Donald Trump nominiert wurde, als oberste Regulierungsbeamtin der Fed bestätigt wurde. Bowman, die ehrgeizige Pläne verfolgt, wie die Zentralbank einige der größten und komplexesten Banken der Nation reguliert und überwacht, könnte damit den Startschuss für mehrere Projekte zur Lockerung von Regelungen geben.
Obwohl Details zu dem in Betracht gezogenen Vorschlag noch nicht bekannt sind, haben Banken seit Jahren auf Änderungen der genannten Anforderungen gedrängt. Mögliche Diskussionen könnten sich auf die Befreiung traditionell sicherer Vermögenswerte oder auf die Überarbeitung der Formel zur Berechnung der Anforderungen konzentrieren.
Die Bankenbranche argumentiert, dass diese Anforderungen ursprünglich dazu dienten, eine Mindestbasis vorzusehen, bei der Banken Kapital selbst für sehr sichere Vermögenswerte zurückhalten müssen. Doch mit der Zeit seien diese zu einem einschränkenden Faktor für das Verleihen geworden, was ihre Fähigkeit beeinträchtigen könnte, während Stressphasen auf den Treasury-Märkten zu vermitteln.

