Fed-Direktor Waller drängt auf baldige Zinssenkung trotz anhaltender Spannung
Christopher Waller, ein führendes Mitglied der US-Notenbank, hat erneut seine Unterstützung für eine Zinssenkung bei der nächsten Fed-Sitzung Ende Juli bekräftigt. In einer Rede erklärte Waller, dass die Inflation in der Nähe des gewünschten Zielwerts liege und die Risikoausblicke moderat seien. Er plädierte dafür, die Zinssätze um 25 Basispunkte zu senken, bevor der Arbeitsmarkt Anzeichen von Schwäche zeigt.
Obwohl Waller eine von zwei prominenten Stimmen innerhalb der Fed ist, die eine baldige Zinssenkung anstreben, erwarten viele Marktbeobachter, dass der Leitzins vorerst unverändert bleibt. Derzeit liegt dieser in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent.
Die Mehrheit der Fed-Mitglieder, darunter auch der Notenbankchef Jerome Powell, favorisiert eine abwartende Haltung, insbesondere angesichts der noch unklaren Auswirkungen der US-Zollpolitik auf die Inflation. Das Thema Zinssenkungen sorgt derweil für Spannungen zwischen Präsident Donald Trump und der Fed.
Trump fordert lautstark niedrigere Zinssätze und hat dabei wiederholt Notenbankchef Powell kritisiert. Die Inflationsrate in den USA ist zuletzt im Juni auf 2,7 Prozent angestiegen, was oberhalb des Zwei-Prozent-Ziels der Fed liegt. Experten warnen, dass die anhaltende Zollpolitik die Inflationsrate weiter erhöhen könnte.

