FBI: Angreifer von Fort Lauderdale plante seine Tat

08. Januar 2017, 15:46 Uhr · Quelle: dpa

Fort Lauderdale (dpa) - Der Angreifer, der am Flughafen von Fort Lauderdale fünf Menschen getötet haben soll, hat seine Tat anscheinend geplant.

Nach seiner Festnahme sagte der 26-jährige Irak-Veteran den Ermittlern, er habe zu diesem Zweck ein einfaches Flugticket gekauft, wie die Zeitung «Sun Sentinel» gestern Abend (Ortszeit) unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtete.

Über ein mögliches Motiv machte die Polizei zunächst keine Angaben. Das Justizministerium teilte aber bereits mit, dass sich der Tatverdächtige unter anderem in einem Bundesverfahren wegen Durchführung einer Gewalttat auf einem internationalen Flughafen verantworten soll. Nach US-Medienberichten geht das aus ersten Anklagen hervor, die am Samstag bei Gericht eingereicht wurden. Das dem jungen Mann zur Last gelegte Verbrechen könnte mit der Todesstrafe geahndet werden.

Allerdings gehen die Ermittler noch verschiedenen Hinweisen nach, denen zufolge der Schütze psychisch krank sein könnte. Aber auch ein terroristisches Motiv wurde zunächst nicht ausgeschlossen. «Wir ermitteln in alle Richtungen», sagte der FBI-Beamte George Piro am Samstag. Bei den bereits abgeschlossenen Vernehmungen habe sich der Tatverdächtige, der am Montag erstmals vor einem Richter erscheinen soll, «kooperativ» verhalten.

Dem ehemaligen Nationalgardist wird vorgeworfen, am Freitag an einer Gepäckausgabe auf dem Flughafen in Florida das Feuer eröffnet zu haben. Fünf Menschen kamen ums Leben, sechs wurden mit Schussverletzungen in Krankenhäusern behandelt.

Der Verdächtige war von Alaska nach Fort Lauderdale geflogen, hatte aber anscheinend keine Verbindungen zu der Stadt in Florida. «Nach ersten Erkenntnissen gibt es keinen besonderen Grund, warum er den internationalen Flughafen Fort Lauderdale ausgewählt hat», zitierte der «Sun Sentinel» einen FBI-Ermittler. Der Schütze sagte demnach aus, er habe seine Waffe und zwei Magazine beim Abflug eingecheckt, in Fort Lauderdale aus seiner Tasche geholt und auf die Menschen an der Gepäckausgabe geschossen.

Der Beschuldigte war von 2010 bis 2011 im Irak stationiert. Medien zitierten Verwandte mit den Worten, er sei nach seiner Rückkehr zunehmend merkwürdig geworden. Das FBI berichtete von wirren Äußerungen des Mannes bei einem Besuch in einem Büro der Bundespolizei im November. Demnach gab er an, US-Spione manipulierten seinen Geist und Stimmen sagten ihm, dass er sich der Terrormiliz Islamischer Staat anschließen solle.

Damals wurde ihm auch eine Schusswaffe abgenommen, die er nach einem psychologischen Gutachten aber zurück bekam. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass es sich dabei um die spätere Tatwaffe gehandelt habe. Der 26-Jährige hatte sich nach den Schüssen sofort der Polizei ergeben.

Kriminalität / USA
08.01.2017 · 15:46 Uhr
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