Factorial-Studie: HR-Abteilungen sehen Warnsignale – handeln aber zu selten

29. April 2026, 10:00 Uhr · Quelle: Pressebox
Factorial-Studie: HR-Abteilungen sehen Warnsignale – handeln aber zu selten
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Factorial an der Frankfurter Börse
Die Studie von Factorial betont den Bedarf an besseren HR-Tools, um steigende Arbeitsbelastung und Krankenstände effektiv zu bekämpfen.

München, 29.04.2026 (PresseBox) - Der Krankenstand als gesellschaftliches Thema hat in den vergangenen Wochen die großen Medien erreicht: Die Tagesschau berichtete live von der Börse über die wirtschaftlichen Folgen, die Bild fragte „Warum melden sich so viele krank?", der Standard titelte „Arbeit bis zum Krankenstand". Factorial war mittendrin: René Nießen-Moloney, Country Manager DACH, präsentierte die Kernergebnisse der neuen Factorial-Studie „Frühwarnsystem Personalabteilung" live an der Deutschen Börse in Frankfurt – im Interview mit ARD-Journalistin Anne-Catherine Beck für Tagesschau Wirtschaft. Eine Bühne, die zeigt: Das Thema trifft einen Nerv – und Factorial liefert die Daten dazu.

Die Studie

Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey hat Factorial im Februar 2026 insgesamt 3.250 Personen befragt: 2.750 Erwerbstätige sowie 500 Entscheidungsträgerinnen und -träger im HR-Bereich. Das Ergebnis zeichnet ein klares Bild der deutschen Arbeitswelt unter Druck.

Arbeitsbelastung auf dem Vormarsch

Nahezu sechs von zehn Erwerbstätigen (58,7 %) berichten, dass ihre Arbeitsbelastung in den vergangenen zwölf Monaten spürbar zugenommen hat. Nur 5,6 % erleben eine Entlastung. Als zentrale Treiber nennen die Befragten den Fachkräftemangel (36,3 %), wirtschaftliche Unsicherheit (27,9 %) und wachsende bürokratische Anforderungen (26,3 %). Hinzu kommt ein neuer Faktor: Fast jede fünfte Person (19,1 %) sieht KI-Implementierung als relevanten Stressfaktor im Arbeitsalltag.

Auf Seiten der HR-Entscheiderinnen und -Entscheider ist die Aussicht noch düsterer: Fast zwei Drittel (64,9 %) rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit weiter wachsenden Anforderungen. Eine Entspannung erwartet praktisch niemand.

HR als Frühwarnsystem – das Problem: Die Alarme werden nicht gehört

Fast die Hälfte der HR-Verantwortlichen (49,1 %) bestätigt, dass sie Veränderungen im Unternehmen früher wahrnehmen als andere Bereiche. Was sie sehen, ist besorgniserregend: 49,5 % beobachten steigende Krankenstände, 41,7 % sinkendes Engagement, 29,5 % längere Besetzungszeiten offener Stellen. HR ist damit der Seismograph für das, was wirklich in Unternehmen passiert – lange bevor es in Bilanzen oder Vorstands­berichten auftaucht.

Doch gleichzeitig zeigt die Studie einen zentralen Widerspruch: 56,3 % der HR-Abteilungen messen Krankenstand und Fehlzeiten aktiv – und trotzdem beobachten 49,5 % steigende Krankenstände. Gemessen wird, aber nicht ausreichend gehandelt.

„HR-Teams sitzen auf wertvollen Daten, die das Unternehmen schützen könnten – aber Zeitmangel, fehlende Tools und fragmentierte Systeme verhindern, dass daraus strategische Maßnahmen werden", sagt René Nießen-Moloney, Country Manager DACH bei Factorial. „Es ist Zeit, HR einen stärkeren Platz am strategischen Tisch zu geben."

Der Teufelskreis: Zu wenig Zeit für das, was zählt

Die Studie benennt die Ursachen klar: 44,7 % der HR-Entscheiderinnen und -Entscheider fehlt die Zeit für Datenanalyse, mehr als jede vierte Person beklagt mangelnde Datenkompetenz im Team, 24,3 % kämpfen mit unzureichenden Tools und fast genauso viele mit schlechter Datenqualität. Jede fünfte Person arbeitet mit Daten, die nicht zentral verfügbar sind. Ein Teufelskreis – denn all diese Hindernisse kosten wiederum Zeit.

Dabei ist das Potenzial längst erkannt: 65,7 % der HR-Entscheiderinnen und -Entscheider sind überzeugt, dass ein effizienterer Umgang mit Daten ihre Abteilung von der operativen Verwaltung hin zur strategischen Steuerung entwickeln würde. Fast die Hälfte (48,5 %) bestätigt bereits, dass digitale Tools die Effizienz ihrer HR-Arbeit verbessert haben.

KI als Ausweg – noch zu selten genutzt
Auch beim Thema KI zeigt sich dasselbe Muster: 39,9 % sehen großes Potenzial für KI bei Kosten- und Effizienzsteigerung, 36,3 % für strategische Personalplanung. In der Praxis aber setzt mehr als jede fünfte HR-Abteilung (21,2 %) KI in keinem dieser Bereiche ein – trotz erkannter Möglichkeiten.

Deutschland steht dabei im Zentrum von Factorials europäischer Wachstumsstrategie. Die Studienergebnisse unterstreichen, wo der Hebel liegt: HR-Teams brauchen bessere digitale Werkzeuge, die administrative Aufgaben automatisieren und so Kapazität für das freigeben, was wirklich zählt – Mitarbeiterentwicklung, strategische Personalplanung und die Reduzierung von Fehlzeiten.

Über Factorial

Die Business-Management-Software Factorial vereint alles, was kleine und mittelständische Unternehmen für das Management ihrer Teams benötigen. Sie automatisiert zeitraubende Aufgaben von Recruiting und Urlaubsverwaltung bis hin zu Leistungsbeurteilungen und Gehaltsabrechnung und verschafft Führungskräften so mehr Zeit für das Wesentliche: ihr Team.

Die benutzerfreundliche Plattform zentralisiert Prozesse und dezentralisiert Aufgaben, sodass jedes Teammitglied aktiv mitwirken kann. Gleichzeitig verschafft Factorial Führungskräften Transparenz über Zeit, Projekte, Ziele und Ausgaben – für datenbasierte Entscheidungen, die das Unternehmen und die Menschen darin wachsen lassen.

Der gleichnamige Anbieter der Software wurde 2016 in Barcelona gegründet, erreichte 2022 Unicorn-Status und hat heute über 13.000 Kunden weltweit.

Website: https://www.factorialhr.de

Software / HR-Management / Arbeitsbelastung / Krankenstand / Factorial-Studie / Studie
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