Fachkräftemangel im Handwerk: Ein Wachstumshindernis?
Das Handwerk sieht sich mit einem gravierenden Fachkräftemangel konfrontiert, der sich deutlich in der Verlängerung der Vakanzzeiten widerspiegelt. Laut einer aktuellen Analyse der Bundesagentur für Arbeit ist die durchschnittliche Dauer, in der offene Stellen unbesetzt bleiben, im Handwerk von 104 Tagen im Jahr 2015 auf 224 Tage im Jahr 2024 gestiegen. Im Vergleich dazu haben sich die Vakanzzeiten für alle gemeldeten Stellen in Deutschland von 84 auf 160 Tage erhöht.
Diese zunehmenden Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen schlagen sich in rückläufigen Beschäftigtenzahlen im Handwerk nieder. Während die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland insgesamt ein starkes Wachstum erlebt hat und von 30,7 Millionen im Juni 2015 auf rund 34,8 Millionen im Juni 2024 gestiegen ist, verzeichnet das Handwerk einen Rückgang um 3 Prozent. Die Zahl der dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank von 3,5 Millionen auf 3,4 Millionen.
Angesichts des anhaltenden Trends bleibt abzuwarten, wie sich das Handwerk in Zukunft aufstellen wird, um diesen strukturellen Herausforderungen zu begegnen.

