Experte prognostiziert Ende des Bitcoin-Bärenmarktes in weniger als einem Jahr

Der Bitcoin-Kurs (BTC) liegt derzeit etwa 50 % unter seinem Allzeithoch von $126.000, das im Oktober letzten Jahres erreicht wurde. Investoren fragen sich zunehmend, wann die Kryptowährung ihren nächsten Tiefpunkt finden könnte.
Der Marktanalyst Altcoin Sherpa ist der Ansicht, dass die aktuelle Bärenphase nicht noch ein volles Jahr andauern wird. Seiner Einschätzung nach könnte Bitcoin seinen Abwärtstrend in weniger als 365 Tagen abschließen und möglicherweise noch vor Jahresende wieder in einen breiteren Aufwärtstrend übergehen.
Hat Bitcoin seinen Tiefpunkt erreicht?
In einer kürzlich veröffentlichten Analyse auf X erklärte Sherpa, dass sich sein Zeitrahmen speziell auf die Bewegung vom Höchst- zum Tiefpunkt bezieht und nicht die darauf folgende Akkumulationsphase einschließt.
Die Akkumulation ist durch unruhige, seitwärts gerichtete Kursbewegungen mit relativ geringer Volatilität und gedämpftem Handelsvolumen gekennzeichnet. Historisch gesehen hat diese Phase zwischen zwei und vier Monaten gedauert.
Rückblickend auf frühere Zyklen stellt Sherpa einen recht konsistenten Rhythmus fest. Bitcoin erlebte 2017 und erneut 2021 starke Rallyes, gefolgt von einem steilen, einjährigen Rückgang in den Jahren 2018 und 2022.
Nach diesen großen Rückgängen folgte eine längere Akkumulationsphase, wie in den Jahren 2019 und 2020 zu beobachten war. Vom Höchststand 2017 bis zum Tiefpunkt 2018 und ähnlich von 2021 bis 2022 dauerte es etwa ein Jahr, bis Bitcoin seine Abwärtsbewegung abgeschlossen hatte.
Ein weiteres gemeinsames Merkmal vergangener Bärenmärkte, so Sherpa, war ein abschließendes Kapitulationsereignis — ein scharfer, dramatischer Ausverkauf, der das Ende des Abwärtstrends markiert.
Sherpa glaubt, dass eine Kapitulation möglicherweise bereits 2026 stattgefunden hat, wobei er auf den Rückgang von Bitcoin von $100.000 auf $60.000 als möglichen letzten Ausverkauf hinweist. Sollte diese Interpretation korrekt sein, könnte sich der Markt bereits in den frühen Stadien der Akkumulation befinden.
Akkumulation könnte bereits im Gange sein
Da die Rallyes 2024 und 2025 strukturell unterschiedlich waren, glaubt Sherpa, dass auch der Rückgang anders verlaufen wird. Während die letzten beiden Bärenmärkte jeweils etwa ein Jahr vom Höchst- zum Tiefpunkt dauerten und Rückgänge von etwa 85 % bzw. 75 % verzeichneten, erwartet er nicht, dass der aktuelle Abschwung diesem Muster genau folgt.
Ein Grund dafür ist die wachsende Rolle von US-Spot-Bitcoin-ETFs (Exchange Traded Funds). Obwohl ETF-Produkte zusammen mit dem breiteren Markt fallen können, haben sie die Struktur der Kapitalflüsse verändert.
Er verweist auch auf die lange Konsolidierung zwischen $50.000 und $70.000, wo Bitcoin etwa acht Monate lang gehandelt wurde. Aus technischer Sicht fungieren solche ausgedehnten Handelsbereiche oft als starke Unterstützungszonen bei Rücksetzern.
Was das Timing betrifft, bleiben breitere makroökonomische Kräfte — einschließlich Aktien, Metalle, allgemeine Risikobereitschaft und sogar Entwicklungen in der künstlichen Intelligenz — entscheidende Variablen. Dennoch glaubt Sherpa nicht, dass BTC weitere sieben Monate eines stetigen Rückgangs benötigt, um einen Boden zu bilden.
Wenn der jüngste Rückgang von $100.000 auf $60.000 tatsächlich die endgültige Bitcoin-Preis-Kapitulation war, könnte die Akkumulation bereits im Gange sein. Historisch gesehen hat diese Phase zwischen zwei und vier Monaten oder etwa 60 bis 120 Tage gedauert.
Er erkennt jedoch ein wesentliches Risiko für seine Prognose: die Möglichkeit, dass eine endgültige Kapitulation noch nicht stattgefunden hat. Sollte ein weiterer Ausverkauf auftreten — beispielsweise ein Rückgang von $75.000 auf $50.000 —, würde er dies als das endgültige Bodenereignis interpretieren. In diesem Szenario würde die Akkumulation wahrscheinlich mehrere Monate andauern.

