Ex-Kaiserin Farah Pahlavi ruft iranische Streitkräfte zu Solidarität mit Protestierenden auf
Die frühere iranische Kaiserin, Farah Pahlavi, hat in einem eindringlichen Appell die Streitkräfte ihres Heimatlandes dazu aufgefordert, sich den anhaltenden Protesten im Iran anzuschließen. Über die soziale Plattform X wendete sich die in Paris lebende 87-Jährige an die Armee und betonte, dass das Fortbestehen einer Regierungsform niemals das Blutvergießen der eigenen Mitbürger rechtfertigen könne.
In ihrem emotionalen Aufruf warnte Pahlavi: "Schließt euch euren Brüdern und Schwestern an, bevor es zu spät ist. Koppelt euer Schicksal nicht mit dem der Gewalttäter." Sie appellierte damit eindringlich an die Soldaten, ihre persönliche Zukunft sowie die ihrer Kinder nicht durch Gewalt gegen die eigene Bevölkerung zu kompromittieren.
Gleichwohl bleibt es zweifelhaft, dass ihr Appell auf offene Ohren stoßen wird, gilt doch die Schah-Dynastie, zu der auch ihr Sohn Reza Pahlavi gehört, der im Exil in den USA lebt und eine wichtige Rolle in der Opposition einnimmt, im gegenwärtigen Staatsapparat immer noch als äußerst unbeliebt.
An die Adresse der Demonstrierenden im Iran gerichtet, spendete Farah Pahlavi Hoffnung und Zuversicht: "Meine Kinder, gebt die Hoffnung nicht auf. Seid stark, und glaubt daran, dass ihr bald gemeinsam die Freiheit im Iran feiern werdet und das Licht über die Dunkelheit siegen wird."

