Europas Immobilienmarkt erleidet herben Einbruch – Transaktionen auf niedrigstem Stand seit 2011
Eine kalte Böe weht durch Europas Immobilienlandschaft: Die zu Jahresbeginn verzeichneten Handelsvolumina befinden sich auf dem tiefsten Niveau der letzten zwölf Jahre. Mit einem Gesamtwert von 34,5 Milliarden Euro, sind die Immobilientransaktionen im ersten Quartal um beachtliche 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Diese Zahlen, zusammengestellt von MSCI Real Assets, enthüllen einen kontinuierlichen Abschwung über mittlerweile sieben Quartale hinweg, unterstrichen von einer seitens der Investoren und Verkäufer immer größer werdenden Diskrepanz in den Preisvorstellungen. Ursache dieses Dilemmas sind vor allem die steigenden Finanzierungskosten, die potentielle Käufe zunehmend unattraktiv machen.
Und so herrscht auf dem Markt eine wachsende Ungewissheit über den möglichen Zeitpunkt von Zinssenkungen, welche die Kluft zwischen Kauf- und Verkaufsambitionen weiter vergrößert. In der Konsequenz sehen sich sowohl Investoren als auch Verkäufer mit einer stetig komplizierteren Verhandlungsdynamik konfrontiert, die zu einer Verlangsamung des Handelsvolumens führt. Es scheint, als hätte sich ein frostiger Vorhang über den einst so lebhaften Markt gelegt, der bislang noch kein Anzeichen für eine baldige Auftauung erkennen lässt. (eulerpool-AFX)

