Europäische Wirtschaftsszene in der Schwebe: Entwicklungen und Herausforderungen
Die Europäische Zentralbank zeigt sich angesichts globaler Krisen zurückhaltend und beschließt, den Einlagenzins stabil bei 2,0 Prozent zu belassen. Die Entscheidung fiel in Florenz und markiert die dritte unveränderte Sitzung in Folge.
In Deutschland flaut die Inflation etwas ab, bleibt aber bei 2,3 Prozent und somit über der kritischen Marke von zwei Prozent. Gleichzeitig stagniert das Bruttoinlandsprodukt, was die anhaltende wirtschaftliche Schwäche Deutschlands unterstreicht. Diese Situation wird durch vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamts bestätigt, die für das dritte Quartal ein Nullwachstum aufzeigen.
Im Gegensatz dazu hat sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Oktober unerwartet verbessert. Ein Anstieg des Economic Sentiment Indicator um 1,2 Punkte auf 96,8 Punkte überrascht Volkswirte positiv.
China steigt als großer Abnehmer von US-Sojabohnen ein und sichert sich jährlich 25 Millionen Tonnen dieser Rohstoffe über die nächsten drei Jahre, was durch US-Finanzminister Scott Bessent bestätigt wurde. In der politischen Szene der Niederlande bleibt die Parlamentswahl spannend, mit der linksliberalen D66 knapp vor Geert Wilders’ Partei.
Ein politischer und generationsbedingter Wandel scheint in der Luft zu liegen. Der Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt in einer anhaltenden Flaute, wie Andrea Nahles von der Bundesagentur für Arbeit berichtet. Das Europaparlament lehnt den Gemeinschaftshaushalt der EU ab, da dieser zu regionalen Ungleichgewichten führen könnte und den Binnenmarkt verzerrt. In Südeuropa stagniert die Wirtschaft Italiens im dritten Quartal, während die Inflation in Spanien unerwartet einen weiteren Anstieg erlebt und damit den höchsten Stand seit über einem Jahr erreicht.

