Europäische und Amerikanische Märkte: Dax trotzt globalen Impulsgebern
Trotz fehlender Anreize aus den USA und der Europäischen Zentralbank (EZB) konnte der Dax am Donnerstag einen leichten Anstieg verzeichnen und schloss mit einem Zuwachs von 0,30 Prozent bei 23.703,65 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen blieb hingegen nahezu unverändert, mit einem minimalen Rückgang von 0,01 Prozent, schloss somit bei 30.146,41 Punkten.
Der EuroStoxx 50 fand hingegen Aufwind und legte um 0,5 Prozent zu, während die Börsen in London und Zürich ebenfalls im grünen Bereich schlossen. In den Vereinigten Staaten erreichten die Indizes neue Höchstmarken, angeführt vom Dow Jones Industrial mit einem Plus von 1,3 Prozent und dem technologieorientierten Nasdaq 100, der um 0,7 Prozent zulegte.
Wie von vielen erwartet, entschied die EZB, die Leitzinsen unverändert zu lassen, beeinflusst durch die wirtschaftlichen Unsicherheiten und die politische Lage in Europa. Thomas Gitzel von der VP Bank deutete an, dass der Zinssenkungszyklus möglicherweise abgeschlossen sei, da die Inflationsprognosen der EZB stabil um die Zielmarke von zwei Prozent bleiben.
In den USA wies der Arbeitsmarkt Schwächen auf, obwohl die Inflation im August anstieg. Dies, kombiniert mit der amerikanischen Zollpolitik, lässt Ökonomen wie James Kightley von ING eine moderate Zinssenkung der US-Notenbank erwarten.
An den Aktienmärkten gehörten Heidelberg Materials zu den Favoriten im Dax, mit einem Anstieg von 2,5 Prozent, was durch eine positive Bewertung von JPMorgan gefördert wurde. Rüstungstitel blieben gefragt, mit Rheinmetall, Hensoldt und Renk im Aufwind. Covestro gewann fast 8 Prozent, beflügelt durch Übernahmespekulationen. Siemens Energy verzeichnete hingegen einen Rückgang von 1,1 Prozent, belastet durch Gewinnmitnahmen. Im SDax markierte LPKF ein neues Kurstief ohne neue Nachrichten.

