Europäische Einigkeit zeigt Wirkung im Grönland-Konflikt
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Zurückrudern von US-Präsident Donald Trump im jüngsten Grönland-Konflikt als diplomatischen Triumph für Europa gefeiert. Zur Eröffnung des EU-Gipfels in Brüssel betonte Merz, dass Europas Geschlossenheit und Entschlossenheit Früchte getragen haben.„Es ist erfreulich, dass Präsident Trump von seinen ursprünglichen Ambitionen, Grönland zu annektieren, abgerückt ist“, erläuterte der Kanzler.
Merz hob dennoch hervor, dass dies Europas Handlungsbedarf in Sicherheitsfragen unterstreiche. Die Fähigkeit der Verteidigung und wirtschaftlichen Stärke innerhalb der Europäischen Union müsse priorisiert werden. „Es ist essenziell, dass die Europäische Union und die europäischen Mitglieder der Nato fähig sind, eigenständig für ihre Sicherheit zu sorgen“, betonte er.
Gleichzeitig machte der Kanzler deutlich, dass eine Auflösung der Nato für Europa und Amerika nicht in Frage kommt. Er bezeichnete die Nato als „das erfolgreichste politische Bündnis zwischen beiden Kontinenten“ und merkte an, dass diese Meinung von vielen in den USA geteilt wird. „Ein derart substanzreiches transatlantisches Bündnis hat Bestand und wird nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt.“

