Europäische Börsen im Zeichen der Schwankungen: Windkraft- und Gesundheitssektor im Fokus
Der Montag war für die europäischen Aktienmärkte geprägt von einem abwechslungsreichen Handelstag, der mit erweiterten Kursverlusten endete. Während die Londoner Börse aufgrund eines Feiertags keine Impulse lieferte, zeigte sich das Kontinentaleuropa zunächst mit nur geringen Verlusten. Erst mit der Eröffnung der New Yorker Börsen nahmen die Verluste zu. Der EuroStoxx 50 sank schließlich um 0,81 Prozent auf 5.443,96 Punkte.
Im Vorfeld hatte die Aussicht auf eine mögliche Leitzinssenkung in den USA den Index noch näher an das Rekordhoch vom März gerückt. Allerdings verblasste dieser Optimismus angesichts des anhaltenden geopolitischen Stillstands in der Ukraine-Frage. "Eine lockere Geldpolitik wird von den Investoren begrüßt, doch das wirtschaftliche Umfeld bleibt ungeklärt", bemerkte ein Marktexperte.
Der schweizerische Aktienmarkt gab ebenfalls nach, wobei der SMI um 0,48 Prozent auf 12.206,36 Punkte fiel. Besonders hart traf es den Windkraftsektor, nachdem drastische Verluste bei Orsted, die 16 Prozent verloren, die gesamte Branche unter Druck setzten. Vestas verzeichnete dabei ein Minus von 3,5 Prozent. Hintergrund war ein Baustopp für ein Orsted-Projekt in den USA, der potenziell zu Verzögerungen und Wertberichtigungen führen könnte.
Auch der Gesundheitsektor stand im Rampenlicht, als die Aktien von Valneva nach einem Zulassungsstopp der US-Gesundheitsbehörde FDA um 22 Prozent abrutschten.
Bessere Nachrichten kamen dagegen aus der Konsumgüterbranche. Eine Übernahmeofferte von Keurig Dr Pepper ließ die Aktien von JDE Peets um starke 17,5 Prozent steigen. Im EuroStoxx zeigte sich Rheinmetall mit einem Plus von 1,7 Prozent als bestes Wertpapier, während Vinci mit einem Minus von 5,8 Prozent das Schlusslicht bildete.

