Europäische Börsen erholen sich: Hoffnung auf positive Woche trotz Unsicherheiten
Die europäischen Aktienmärkte haben zu Beginn der Woche eine starke Erholung nach den herben Verlusten vom vergangenen Freitag erlebt. Insbesondere der EuroStoxx 50 sowie der italienische FTSE MIB verzeichneten nennenswerte Anstiege. Währenddessen befand sich die Schweizer Börse nach einem verlängerten Wochenende zunächst im Rückwärtsgang, konnte jedoch ihre Verluste im Tagesverlauf etwas eindämmen.
Der Handel am Montag wurde von Fragen nach einer möglichen Trendwende an den Märkten dominiert. Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners äußerte sich zurückhaltend, da sich Hedgefonds bisher nicht von einer nachhaltigen Markterholung überzeugen ließen. Auch in den USA deutete die Vorbörse auf einen positiven Start hin, was für die europäischen Märkte unterstützend wirkte. Marktexperte Andreas Lipkow hob die weiterhin gute Stimmung hervor, warnte jedoch vor möglichen konjunkturellen Unsicherheiten.
Der EuroStoxx 50 legte um 1,3 Prozent zu und erholte sich so von seinem vorherigen Rückgang. Ähnlich verhielt es sich mit dem DAX und dem FTSE MIB, die ebenfalls deutliche Zuwächse verzeichneten. Der FTSE 100 in London konnte am späten Vormittag um 0,3 Prozent steigen. Dem entgegengesetzt stand der SMI in Zürich leicht unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump einen erheblichen Zollsatz für die Schweiz angekündigt hatte, was zu kurzfristiger Verunsicherung unter den Investoren führte.
Pharma- und Luxusgüteraktien, darunter bekannte Namen wie Lonza, Roche, Richemont und Swatch, gehörten zu den großen Verlierern und sanken um etwa anderthalb Prozent. Auch Kering in Frankreich und Burberry in Großbritannien verzeichneten Kursrückgänge.
Positive Nachrichten kamen hingegen aus der britischen Bankenlandschaft, wo Aktien von Lloyds, Close Brothers und Barclays nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs Großbritanniens stark zulegten. Auch die spanische Großbank Santander konnte von der Aufhebung eines drohenden finanziellen Schlags profitieren.
Auf dem Luftfahrsektor zählten Air France, Lufthansa und IAG zu den Gewinnern, nachdem Barclays-Analyst Andrew Lobbenberg seine Anlageeinschätzungen für diese Unternehmen positiv anpasste, trotz rückläufiger Erträge auf Nordatlantik-Routen.

