Europäische Aktien im Spannungsfeld: Markt zeigt sich uneinheitlich
Der europäische Aktienmarkt präsentiert sich nach jüngsten Kursrückgängen in einem abwartenden Modus. Während europäische Wertpapiere nicht im großen Stil abgestoßen werden, hat sich die Euphorie der vergangenen Wochen merklich abgekühlt. US-Aktien hingegen erleben schon länger eine gedämpfte Nachfrage. Eine Ausnahme bilden weiterhin Rüstungs-ETFs und Gold-ETCs, die ungebrochen populär bleiben.
Der DAX, der kürzlich erstmals seit Februar unter die Marke von 22.000 Punkten fiel, erholte sich bereits wieder und steht aktuell bei 22.510 Punkten. Dennoch bleibt das Allzeithoch von vor zwei Wochen in weiter Ferne. Die Aussicht auf US-Zölle auf europäische Automobile sorgt hierbei für zusätzliche Anspannung im Markt.
Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei der verstärkten Nachfrage nach dem L&G Gerd Kommer Multifactor Equity, der Märkte anders als der MSCI World gewichtet und dabei die eindimensionale US-Fokussierung vermeiden soll. Trotz eines leichten Jahresanfangsverlustes von 2,5 Prozent scheint er gegenüber dem iShares Core MSCI World attraktiver zu sein, der ein erhebliches Minus von 7 Prozent verzeichnet.
Europäische Aktien behaupten sich bisher im Jahresranking, angeführt von polnischen, griechischen und spanischen Titeln, während asiatische und türkische Märkte enttäuschen. Branchenspezifisch hält die Abkehr von Tech-ETFs an, während Rüstungs-ETFs, insbesondere der WisdomTree Europe Defence und VanEck Defense, weiterhin hoch im Kurs stehen.
Gold erlebt durch neue Höchststände eine Renaissance bei Anlegern, was eine starke Zunahme an Käufen von Gold-ETCs und Goldminen-ETFs wie denen von VanEck nach sich zieht. Der Bitcoin hingegen bleibt vergleichsweise volatil und verzeichnet ein leichtes Minus seit Jahresbeginn.

