Euro unter Druck: Unerwartete Konjunkturdaten belasten europäische Gemeinschaftswährung
Der Euro geriet jüngst im US-Handel unter Druck und notierte zuletzt bei 1,1338 US-Dollar, nachdem er zuvor in Europa noch leicht höher gehandelt wurde. Damit senkte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs von zuvor 1,1381 auf 1,1356 Dollar. Ein US-Dollar kostete somit 0,8805 Euro, leicht steigend von 0,8786 Euro.
Eine Reihe von Faktoren drückte auf den Eurokurs, insbesondere die überraschend niedrige Inflationsrate in Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone. Die für europäische Vergleichszwecke berechnete Inflationsrate fiel im Mai auf 0,6 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Ende 2020. Dies widerfuhr den Erwartungen der Analysten, die mit einer stabilen Rate von 0,9 Prozent gerechnet hatten.
Bereits seit vier Monaten notiert die französische Inflation beständig unter der Ein-Prozent-Marke, was deutlich unter dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB liegt. Folglich wird am Markt fest davon ausgegangen, dass die EZB bei ihrer anstehenden Zinsentscheidung nächste Woche die Leitzinsen erneut senken könnte.
Auf der anderen Seite stützte ein unerwartet stark gestiegenes US-Verbrauchervertrauen den Dollar. Das renommierte Forschungsinstitut Conference Board hob hervor, dass die Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China diesen optimistischen Trend befeuerten.

