Euro stabil, Frankreichs Abstufung ohne große Wirkung auf Wechselkurs
Zu Beginn der Woche zeigte sich der Euro weitgehend stabil und verharrte am Montagnachmittag bei 1,1658 US-Dollar, ähnlich dem Kurs zum Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) notierte den Referenzkurs leicht gesenkt auf 1,1655 US-Dollar, während der Dollar 0,8580 Euro kostete. Bemerkenswert war jedoch, dass die jüngste Bonitätsabstufung Frankreichs durch die Ratingagentur Standard & Poor’s kaum Spuren am Devisenmarkt hinterließ.
Die Herabsetzung der Kreditwürdigkeit von 'AA-' auf 'A+' könnte die Zinsbelastung für neu ausgegebene Staatsanleihen erhöhen, aber trotz der Einführung eines Haushaltsentwurfs bleibt die Lage fragil. Bereits im September war die Bonitätsnote von Fitch von 'AA-' auf 'A+' reduziert worden. Diese Entwicklungen lassen allerdings die technische Analyse des Euros laut der Einschätzung der Helaba weniger optimistisch erscheinen. Der Kurs fiel erneut unter die 21- und 55-Tage-Durchschnittslinien, die die kurz- und mittelfristigen Trends darstellen.
Noch vor einer Woche war der Euro mit etwa 1,1550 Dollar schwächer gestartet. Ein Hoffnungsschimmer für die europäische Währung war die Erwartung weiter sinkender Leitzinsen in den USA, was den Dollar belastete. Die EZB legte zudem Referenzkurse für den Euro auf 0,86910 britische Pfund, 175,71 japanische Yen und 0,9239 Schweizer Franken fest. Parallel dazu stieg der Wert einer Feinunze Gold um 73 Dollar auf 1.325 Dollar – nah an ihrem Rekordhoch.

