Euro-Kurs klettert vor entscheidenden Konjunkturveröffentlichungen
Der Euro hat am Dienstag vor der Veröffentlichung wesentlicher Konjunkturdaten an Wert gewonnen. In den frühen Handelsstunden stieg der Euro auf 1,1685 US-Dollar, leicht höher als noch am Vorabend. Dies reflektiert eine anhaltende Konsolidierung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar, wie die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in einem Marktkommentar feststellte.
Im weiteren Verlauf des Tages richten sich die Blicke der Devisenmarktteilnehmer insbesondere auf die bevorstehenden Preisdaten aus den USA. Für den Nachmittag sind Inflationszahlen für den Monat Juni angesetzt. Ökonomen sind der Ansicht, dass die strenge Zollpolitik der US-Regierung die Inflation anheizen könnte. Sollte die Inflation jedoch abermals niedriger als prognostiziert ausfallen, dürfte sich der Druck auf die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhöhen, im September eine Zinssenkung in Betracht zu ziehen, wie aus einer Analyse der Dekabank hervorgeht.
Außerdem steht am Vormittag ein bedeutender Indikator der deutschen Wirtschaftszukunft im Fokus, die ZEW-Konjunkturerwartungen. Laut Markterwartungen dürfte der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berechnete Indikator für Juli eine Verbesserung zeigen.

