EU-weite Rentenprojekte: Ein großer Sprung bleibt aus
Europaweit scheinen Rentenprodukte, die durch die EU gefördert werden, immer noch nicht die erhoffte Bedeutung zu erlangen. Mihails Kozlovs vom Europäischen Rechnungshof zeigt sich enttäuscht über das schleppende Vorankommen, sowohl bei betrieblich geförderten als auch bei privat organisierten Rentensystemen, insbesondere, da diese über Ländergrenzen hinweg gedacht sind. Er fordert nachdrücklich mehr Engagement für Verbesserungen.
Obwohl die EU-Staaten selbst für ihre Rentensysteme verantwortlich sind, haben wirtschaftliche Schwierigkeiten in vielen Ländern die Notwendigkeit unterstrichen, zentrale Vorschriften für betriebliche Rentenfonds zu entwickeln. Die Europäische Union hat deshalb Grundlagen für eine vereinheitlichte private Altersabsicherung gelegt. Trotz dieser Anstrengungen konnten bisher weder die EU-Kommission noch die Europäische Aufsichtsbehörde Eiopa substanzielle Fortschritte bei der Implementierung der betrieblichen Altersversorgung in den Mitgliedstaaten verzeichnen.
Die bisherigen Schritte, die Kommission und Eiopa unternommen haben, zeigen bislang wenig Wirkung. Weder grenzüberschreitende noch europaweite Rentenprodukte haben sich als nennenswerte Alternativen etabliert. Eine Harmonisierung der Systeme bleibt nach wie vor ein erhebliches Unterfangen, welchem sich Eiopa und die EU-Kommission jedoch nicht entziehen möchten.
Im März wurden von der EU-Kommission neue Strategien vorgestellt, um die private Altersvorsorge zu stärken. Ein zentrales Element ist die automatische Einbindung in die betriebliche Altersvorsorge, ein Ansatz, der sich bereits in einigen EU-Ländern bewährt hat. Diese Initiativen sollen helfen, die Herausforderungen der staatlichen Rentensysteme besser zu schultern.

