EU setzt Druck auf: Plattform X unter der Lupe
Der jüngste Vorstoß der EU-Kommission gegen die Plattform X von Elon Musk hat für reges Interesse gesorgt. Die Europäische Kommission hat X darum gebeten, genaue Details zu ihrem Algorithmus offenzulegen. In einer raschen Reaktion hat X innerhalb der vorgegebenen Frist Antworten geliefert und darüber hinaus zusätzliche Dokumente zur Verfügung gestellt, so ein Sprecher der Brüsseler Behörde.
Diese Unterlagen werden nun einer gründlichen Prüfung unterzogen. Bereits im Januar hatte die Europäische Union X aufgefordert, interne Dokumente zu Algorithmen bereitzustellen, als Teil einer laufenden Untersuchung. Der Konzern wurde ausdrücklich angewiesen, diese Informationen zu archivieren und bereitzuhalten.
Hintergrund ist ein umfangreiches Verfahren, das mögliche Verstöße gegen den Digital Services Act (DSA) beleuchtet. X steht schon länger im Fokus der EU, da gegen die Plattform mehrere Verfahren anhängig sind. Diese zielen darauf ab, zu überprüfen, ob X die Regularien zur Beschränkung von Hassrede und Desinformation einhält.
Der DSA wird als mächtiges Mittel angesehen, um die Reichweite und den Einfluss von großen digitalen Plattformen zu regulieren. Sollten Verstöße festgestellt werden, drohen erheblich finanzielle Sanktionen, die bis zu 6 Prozent des globalen Jahresumsatzes betragen können. Zudem hat die EU-Kommission die Möglichkeit, tägliche Strafen zu verhängen, bis die Missstände behoben sind.

