EU setzt auf Sanktionen: Appell an Trump zur Beendigung des Ukraine-Konflikts
Die Europäische Union hat einen eindringlichen Appell an den US-Präsidenten Donald Trump gerichtet, um den diplomatischen Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin vor einem geplanten Gipfeltreffen in Budapest aufrechtzuerhalten. Kaja Kallas, die Chefdiplomatin der EU, betonte nach Beratungen der europäischen Außenminister, dass Putins Bereitschaft zu ernsthaften Verhandlungen nur geweckt werden könne, wenn er sich in einer geschwächten Position sieht. Vor diesem Hintergrund bleibe die EU entschlossen, das 19. Sanktionspaket zeitnah zu finalisieren und sogleich mit den Planungen für ein 20. Paket zu beginnen.
Kallas wies zudem Kritik an der Ukraine zurück und unterstrich die Notwendigkeit, den Blick auf den Aggressor zu richten. Die Überlegung, ob die Ukraine für eine Waffenruhe den gesamten Donbass preisgeben sollte, sei verfehlt, da dies den Druck auf das eigentliche Opfer erhöhe und darüber hinaus die europäische und globale Sicherheit gefährden könne. Es gelte, Klarheit in der internationalen Ablehnung von Aggression zu bewahren, um deren Verbreitung zu verhindern.
Die diplomatischen Gespräche, die Trump und Putin in einem Telefonat ins Auge fassten, sollen Möglichkeiten zur Beendigung des Ukraine-Krieges eruieren. Trumps Vorschlag, den gegenwärtigen Frontverlauf zu verewigen und die daraus resultierende Teilung der Donbass-Region zu akzeptieren, stieß auf geteilte Reaktionen. Laut Berichten der 'Financial Times' könnte dieser Ansatz Trump zu dem Versuch motiviert haben, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj von einer Aufgabe des Donbass zu überzeugen, womit der russische Präsident einen bedeutenden Sieg erringen würde.

