EU-Mitgliedstaaten einigen sich auf Haushaltsansatz für 2026: Umsicht und Flexibilität im Fokus
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben eine Einigung zum EU-Haushalt für das Jahr 2026 erzielt. Der geplante Ausgabenrahmen beläuft sich auf 186,24 Milliarden Euro, was unter den zunächst von der EU-Kommission vorgeschlagenen 193,26 Milliarden Euro liegt.
Dieser Ansatz, der als 'umsichtig und realistisch' bezeichnet wird, soll sicherstellen, dass ausreichend Mittel für laufende Projekte bereitgestellt werden, während zugleich Flexibilität gewährleistet ist, um auf unvorhergesehene Herausforderungen wie Krisen im Nahen Osten oder die anhaltenden Auswirkungen des Ukraine-Konflikts zu reagieren. Diese Einigung muss noch formalisiert werden und wird dann als Grundlage für die bevorstehenden Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament über den Haushalt 2026 dienen.
Im vergangenen Jahr wurde ein Haushaltsvolumen von 199,4 Milliarden Euro für das Jahr 2025 beschlossen, was die Bedeutung der aktuellen Verhandlungen unterstreicht. Der durch den siebenjährigen Finanzrahmen der EU vorgegebene Ausgabenspielraum beschränkt die finanziellen Möglichkeiten jedes Jahresbudgets.
Der bestehende Mehrjährige Finanzrahmen (MFR) für 2021 bis 2027 umfasst etwa 1,1 Billionen Euro. Deutschland trägt als größter Nettozahler fast ein Viertel zu diesem Rahmen bei und unterstreicht die Vorteile, die es aus dem EU-Binnenmarkt zieht.
Der Vorschlag für den nächsten Finanzrahmen von 2028 bis 2034 wird mit Spannung in der kommenden Woche erwartet.

