EU-Kommission stärkt Europa als Heimat für Start-ups und Wachstumsunternehmen
Die Europäische Kommission hat eine umfassende Strategie vorgestellt, um die Rahmenbedingungen für Start-ups und rapide wachsende kleine Unternehmen, sogenannte Scale-ups, nachhaltig zu verbessern. Diese Firmen gelten als essenziell für die Zukunft Europas, indem sie Innovation und nachhaltiges Wirtschaftswachstum vorantreiben, hochwertige Arbeitsplätze schaffen und strategische Unabhängigkeit fördern.
Trotz ihrer entscheidenden Rolle stehen viele dieser Unternehmen vor erheblichen Herausforderungen, die den Schritt vom Labor zum breiten Markteintritt oder das Wachstum in der EU erschweren. Bedauerlicherweise haben in den vergangenen 15 Jahren zahlreiche europäische Unicorn-Start-ups, die einen Marktwert von über einer Milliarde US-Dollar erreicht haben, ihren Firmensitz außerhalb der EU neu angesiedelt. Hierbei führte der Weg überwiegend in die USA, wie Kommissionsvize Stéphane Séjourné erläuterte.
Im Mittelpunkt der neuen Strategie steht die Frage, wie der Abwanderungstrend von vielversprechenden Start-ups gestoppt werden kann. Dazu werden mehr als 20 Maßnahmen ergriffen, um diesen Unternehmen notwendige Wachstums- und Finanzierungsperspektiven innerhalb Europas zu sichern.
Besondere Bedeutung haben diese Bemühungen im Hinblick auf strategische Innovationsfelder wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, fortschrittliche Halbleiter, Biotechnologie, saubere Technologien, Energie, Verteidigung, Raumfahrt sowie Robotik. Zu den Initiativen zählen die Vereinfachung von Regelungen im Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrecht sowie die Einführung einer einheitlichen digitalen Identität für die Kommunikation mit öffentlichen Verwaltungen in der EU.
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, neue Wege der Finanzierung und Investition zu eröffnen und den Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften zu verbessern.

