EU bereit zum Handelskonter: Manfred Weber fordert feste Haltung gegenüber Trump
In der gegenwärtigen Handelsdebatte hat sich der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, deutlich positioniert. Seine Forderung an die Europäische Union, dem Druck durch US-Präsident Donald Trump mit Entschlossenheit zu begegnen, setzt ein klares Zeichen. „Die EU lässt sich von Trump nicht herumschubsen“, betonte Weber gegenüber der Funke Mediengruppe. Er unterstrich, dass die EU bereit sei für Verhandlungen, jedoch nur auf Augenhöhe. Angesichts eines EU-Anteils von 22 Prozent und einem US-Anteil von 25 Prozent an der Weltwirtschaft sieht Weber die Europäer gut gewappnet.
Die Verkündung eines umfassenden Zollpakets durch Trump in Washington bezeichnete der CSU-Politiker als bedeutenden Fehler seitens des US-Präsidenten, und auch der 2. April markiere seiner Meinung nach einen „schwarzen Tag“. Dennoch zeigt sich Weber optimistisch, dass aus Fehlern gelernt werden kann.
Weber sieht Europa in der einmaligen Position, „der Leuchtturm fairer Handelsbeziehungen zu werden“. Er fordert, dies durch konkrete Maßnahmen zu untermauern, wie den Abschluss des Mercosur-Abkommens mit Südamerika und die Anbahnung eines Handelsdeals mit Indien. „Diese neuen Handelsabkommen sind Anti-Trump-Abkommen“, erklärte Weber als eindeutige Strategie.
Gleichzeitig sprach Weber eine Warnung aus: Vor einer zu engen Kollaboration mit China warnte er, denn die Volksrepublik strebe nach einer alternativen Weltordnung, die kein wünschenswertes Zukunftsmodell für Europa sein könne. China sollte keinesfalls die USA als führende Handelsmacht ablösen, mahnte Weber eindringlich.

