Ethereum stellt die Weichen für schnelleres Upgrade: Fusaka kommt 2025
Die Entwickler von Ethereum haben den 3. Dezember 2025 als Aktivierungsdatum für das viel erwartete Fusaka-Upgrade festgelegt und lassen die ursprünglich bis 2026 geplante Umsetzung beschleunigt wahr werden. Diese Entscheidung folgt auf Tests im Fusaka Devnet-5, die einige Softwarefehler und Konfigurationsprobleme aufdeckten, welche die zur Verfügung stehende Zeit für die Messung der Datenkapazität verkürzten, wie Forscherin Christine Kim berichtete.
Während einer stabilen Testphase des Netzwerks einigten sich die Entwickler darauf, die Blobbkapazität in zwei Schritten zu erhöhen: zunächst auf 10/15 Blobs pro Block und anschließend auf 14/21. Ein Blob auf Ethereum beschreibt ein temporäres Datenpaket, das Rollups — Bündelungs- und Skalierungslösungen des Netzwerks — nutzen, um Transaktionsdaten kostengünstiger in die Blockchain einzuspeisen.
Ein weiteres Testnetzwerk, Devnet-6, wird bald gestartet, um diese Zahlen zu überprüfen, bevor sie auf öffentlichen Testnetzen und dem Mainnet live gehen. In den Besprechungsprotokollen wurde zudem festgehalten, dass der Prysm-Client, einer der wichtigsten Validator-Clients von Ethereum, unter hohen Lasten Schwierigkeiten hatte, was zur Bildung von verwaisten Blöcken führte.
Diese werden zwar korrekt erstellt, jedoch vom Netzwerk abgelehnt, da ein anderer Block für dieselbe Position in der Kette ausgewählt wurde. Ethereum-Forscher Justin Traglia berichtete von einem behobenen Fehler in der ckzg-Bibliothek, die für die Verifizierung von Blobs genutzt wird, und erwähnte die Vorbereitung einer leichteren Version zur Erleichterung zukünftiger Upgrades für die Client-Teams.
Ziel dieser Vorverlegung des Zeitplans ist es, Rollups mehr Platz für Blobs zu gewähren, um Transaktionen effizient zu verwalten und Gebühren niedrig zu halten, wobei Kapazitätserhöhungen schrittweise erfolgen, um das Risiko einer Netzüberlastung zu minimieren. Im Austausch bestätigten die Entwickler, dass Client-Teams gebündelte Veröffentlichungen für die Oktober-Testnet-Updates bereitstellen und vor dem Einsatz Schatten-Gabeln von Ethereums Hauptnetzwerk durchführen werden. Dennoch bleiben Verzögerungen möglich, sollte es zu neuen Fehlern kommen oder Testphasen unzureichend sein.
Das Fusaka-Upgrade ist eine Fortsetzung des im Mai ausgerollten und als Wendepunkt gelobten Pectra-Upgrades, das das Ethereum-Netzwerk benutzerfreundlicher machte, Einsatzlimits erhöhte und die Datenkapazität zur Kostenreduktion für Rollups steigerte. Trotz dieser Errungenschaften besteht weiterhin Druck auf die Skalierung, da Rollups weit mehr Blobbkapazität benötigen, um bei wachsender Nutzung entlastet zu bleiben. Fusaka soll dieser Nachfrage begegnen und die höheren Blobbgrenzen wesentlich früher schrittweise einführen, während die Netzaktivität zunimmt.

