Erzeugerpreise in Deutschland: Langsamerer Rückgang im September
Der Rückgang der Erzeugerpreise in Deutschland hat sich im September leicht abgeschwächt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden verzeichneten die Preise einen Rückgang um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, was eine Verbesserung gegenüber dem Minus von 2,2 Prozent im August darstellt. Bemerkenswert ist, dass die Erzeugerpreise damit zum siebten Mal in Folge gesunken sind.
Die Erzeugerpreisindex zeigt die Preisbewegungen bei gewerblichen Produkten wie in der Bergbau-, Verarbeitungs-, Energie- und Wasserwirtschaft auf, bevor diese Produkte in den Einzelhandel gelangen. Damit haben Erzeugerpreise einen erheblichen Einfluss auf die Inflationsrate für Verbraucher. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit verbleibt die Inflation über der Zwei-Prozent-Marke, ein Niveau, das Volkswirte vorerst als Bestand erachten.
Als Schlüsselursache für den Rückgang der Erzeugerpreise werden weiterhin die gesunkenen Energiekosten genannt. Zudem sind Vorleistungsgüter ebenfalls günstiger als im Vorjahr, während Investitionsgüter sowie Verbrauchs- und Gebrauchsgüter im Vergleich zum Vorjahr teurer wurden.

