Erwartete Zolllage sorgt für Bewegung bei US-Staatsanleihen
Die US-Staatsanleihen erlebten am Mittwoch einen leichten Rückgang, als der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere um 0,20 Prozent auf 111,58 Punkte fiel. Zeitgleich kletterte die Rendite für zehnjährige Anleihen auf 4,17 Prozent. Eine Dynamik, die von besser als erwarteten Wirtschaftsdaten angetrieben wurde, darunter ein über den Prognosen liegender Beschäftigungsanstieg im März, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP berichtete. Auch die Auftragseingänge der Industrie übertrafen im Februar die Erwartungen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den neuesten Zöllen, die US-Präsident Donald Trump in einer für 22 Uhr (MESZ) angesetzten Ankündigung bekanntgeben möchte. Diese sollen umfassende Auswirkungen haben, da Trump von einer Gegenseitigkeit bei Zollmaßnahmen sprach. Dabei würde die USA die Zölle dort erhöhen, wo sie im Vergleich zum Handelspartner niedriger sind. Bisher blieb jedoch offen, ob pauschale Zollerhöhungen tatsächlich umgesetzt werden.
Die Märkte zeigen sich daher leicht angespannt. Experten der Dekabank kommentierten, dass die begleitende Rhetorik entscheidend sei, um die Chancen auf mögliche Vereinbarungen abzuwägen. Unsicherheiten sind bei Anlegern und Unternehmen generell unbeliebt, und es bleibt fraglich, ob die geplante Ankündigung für Klarheit sorgen kann. In jedem Fall ist nach der Verkündung mit maßvollen Gegenreaktionen von Handelsriesen wie China, der EU und Kanada zu rechnen, wie aus Dekabank-Analysen hervorgeht.

