Erholung der Ölpreise nach versöhnlichen Tönen von Trump im Handelsstreit
Nach den deutlichen Verlusten am Freitag erholen sich die Ölpreise am Montag spürbar. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent, zur Lieferung im Dezember, stieg um bis zu eineinhalb Prozent und notierte knapp einen Dollar höher bei 63,64 Dollar. Marktbeobachter führen diese positive Entwicklung darauf zurück, dass US-Präsident Donald Trump am Wochenende vermittlungsbereite Töne im Handelskonflikt mit China anschlug.
Am Freitag hatten Trumps Aussagen noch Turbulenzen verursacht und die Ölpreise auf eine rasante Talfahrt geschickt. Der Preis für Brent war um fast vier Prozent abgesackt und wurde am Ende der Woche mit einem deutlichen Minus gehandelt. Am Montag jedoch verbesserten sich auch die Notierungen für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Auslieferung im November, verbleiben jedoch mit 59,80 Dollar unter der psychologisch wichtigen Marke von 60 Dollar.
Trump zeigte sich optimistisch in einem Beitrag auf Truth Social und äußerte die Hoffnung auf eine freundschaftliche Lösung im Handelsstreit. Er betonte, dass weder die USA noch China ein Interesse an wirtschaftlichen Depressionen hätten. Die einst widerstreitenden Töne von vor wenigen Tagen, als zusätzliche Zölle auf chinesische Produkte angedroht wurden, standen diesem Optimismus entgegen. Auch ein geplantes Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping war im Zuge der Eskalation des Konflikts in Frage gestellt worden.
Weiterhin bleibt die Lage angespannt, da China angeblich Exportbeschränkungen für Seltene Erden angekündigt haben soll, eine Entwicklung, die den Welthandel erheblich beeinträchtigen könnte.

