Erholung am Horizont: Ifo-Institut prognostiziert Ende der Wirtschaftskrise 2026
Die jüngste Prognose des Ifo-Instituts lässt die Aussicht auf eine wirtschaftliche Erholung am Horizont erkennen. Für 2026 soll die anhaltende Wirtschaftskrise überwunden werden können.
Die Münchner Wirtschaftsforscher haben ihre Wachstumsprognose für das kommende Jahr merklich angehoben: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte um 1,5 Prozent wachsen, damit fast doppelt so stark wie die ursprünglich erwarteten 0,8 Prozent. Auch die Prognose für 2023 wurde leicht von 0,2 auf 0,3 Prozent erhöht.
'Die Krise hat im vergangenen Winterhalbjahr ihren Tiefpunkt erreicht', erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Verantwortlich für den erwarteten Wachstumsimpuls sei das Wachstumspaket der neuen Bundesregierung.
Die wirtschaftlichen Effekte von Ausgabenerhöhungen, Steuersenkungen und Investitionen schätzen die Ökonomen für dieses Jahr auf 10 Milliarden Euro und für das kommende Jahr auf 57 Milliarden Euro. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die Handelspolitik der USA.
Der Optimismus der Prognose beruht wesentlich auf der Hoffnung auf eine Lösung des Handelskonflikts mit der Regierung der Vereinigten Staaten. Auch im ersten Quartal 2025 legte die Wirtschaftsleistung bereits um 0,4 Prozent zu, angetrieben von vorgezogenen Exporten in die USA und gesteigertem Konsum sowie Investitionen.
Trotzdem bestehen Risiken, da erhöhte Zölle durch Präsident Trump das Wachstum belasten könnten. Das Ifo-Institut erwartet keine Zunahme der Inflationsrate, sie soll bei 2,1 Prozent in diesem Jahr sowie 2,0 Prozent 2026 verharren.
Ebenso könnte die Arbeitslosenquote leicht sinken. Bereits andere Institute, wie das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, teilen den Optimismus für 2026. So hat das IfW seine BIP-Prognose für das nächste Jahr auf 1,6 Prozent angehoben.
Die Binnenwirtschaft sei ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung, insbesondere durch den steigenden privaten Konsum und positive Investitionsdynamiken.

