Erhebliche Hürden für Eric Adams bei der Wiederwahl in New York
New Yorks Bürgermeister Eric Adams sieht sich auf seinem Weg zur zweiten Amtszeit mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert, die seine politische Zukunft gefährden könnten. Im Vorfeld der im Juni anstehenden demokratischen Vorwahl haben sieben Mitbewerber starke Unterstützung durch bedeutende Spendensummen erhalten. Diese Bewerber sammeln Hunderte Tausende Dollar, um die finanzielle Kluft zu Adams zu schließen, gut fünf Monate vor der Wahl.
Mindestens fünf dieser Herausforderer haben ausreichend Gelder von genügend Unterstütztäbern gesammelt, um sich für das großzügige städtische Programm zu qualifizieren, das öffentliche Mittel in Höhe von acht Dollar für jeden gespendeten Dollar eines Stadtbewohners bereitstellt, bis zu einer Grenze von 250 Dollar. Dieses System kann die Spenden eines Kandidaten erheblich aufstocken.
Während Adams auch in rechtlichen Problemen steckt – er wurde im September wegen Korruption angeklagt und sein Prozessbeginn ist für Ende April angesetzt – hat er dennoch seine Fundraising-Aktivitäten intensiviert. In den letzten drei Monaten sammelte er über 270.000 Dollar ein, während er im Oktober nur 190.000 Dollar über sechs Monate hinweg generierte – sein bisher niedrigstes Ergebnis seit Beginn seiner Amtszeit im Januar 2022.
Verkompliziert wird seine Lage durch eine gesunkene Zustimmungsrate. Eine Umfrage von Politico zeigt, dass Konkurrenten wie der ehemalige Stadtkämmerer Scott Stringer, der aktuelle Kämmerer Brad Lander und die Senatorin Jessica Ramos aus Queens den Bürgermeister in einer Wahl schlagen würden. Sollte Adams die Vorwahl verlieren, könnte er der erste Bürgermeister seit David Dinkins sein, der keine Wiederwahl schafft.
Die bereits große Anzahl möglicher Kandidaten ist seit der Anklage weiter gewachsen, hinzugekommen sind unter anderem der Abgeordnete Zohran Mamdani aus Queens und der ehemalige Hedgefonds-Manager Whitney Tilson.

